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01.05.2012

13:43 Uhr

Medienbericht

Bank of America will weitere 2.000 Jobs streichen

Bei der Bank of America droht einem Medienbericht zufolge ein heftiger Stellenabbau. Vor allem die Jobs im Investmentbanking und der Vermögensverwaltung außerhalb der USA soll es treffen.

Die Bank of America will weitere Stellen streichen. Reuters

Die Bank of America will weitere Stellen streichen.

CharlotteDie Bank of America ist einer der Verlierer der Finanzkrise. Sie hatte sich mit der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch und des einst größten US-Immobilienfinanzierers Countrywide überhoben. Anschließend musste der Finanzkoloss vom Staat gerettet werden. Bis heute hinkt die Bank of America der Konkurrenz hinterher. Um profitabler zu werden, sollen bereits 30.000 Leute im Privatkunden-Geschäft gehen.

Wenn sich die Informationen des „Wall Street Journal“ bestätigen, träfe es jetzt auch die Spitzenverdiener der Bank mit Jahreseinkommen von mehreren hunderttausend Dollar. Gerade das früher so einträgliche Investmentbanking hatte zuletzt stark geschwankt. Dort sei geplant, bis zu 400 Arbeitsplätze zu kürzen. Ebenso soll es das Firmenkundengeschäft und die Sparten Vertrieb und Handel treffen, so die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Durch den erwarteten Verkauf der Vermögensverwaltung in Europa, Asien und Lateinamerika würden zusätzlich 2.000 Stellen wegfallen.

Im ersten Quartal verdiente die Bank of America unterm Strich vergleichsweise magere 328 Millionen Dollar (250 Mio Euro), während die Rivalen JPMorgan Chase oder Citigroup auf 5,4 Milliarden beziehungsweise 2,9 Milliarden Dollar kamen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im April berichtet, dass die Bank of America sich offenbar von ihrer Vermögensverwaltung im Ausland trennen will. Dadurch erhoffe sich das Geldhaus einen Erlös von bis zu drei Milliarden Dollar.

Ende März arbeiteten bei der Bank of America noch 278.700 Menschen - das waren bereits 10.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Filialen fiel von 5.805 auf 5.651. Damit gehört der Finanzkonzern aus der Stadt Charlotte im Bundesstaat North Carolina aber immer noch zu den größten Banken des Landes. Auch bei den Konkurrenten von der New Yorker Finanzmeile Wall Street sind bereits Tausende Stellen weggefallen.

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