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02.08.2012

14:22 Uhr

Medienbericht

Briten erwägen Vollverstaatlichung von Royal Bank of Scotland

In der Finanzkrise hat der britische Staat die Royal Bank of Scotland vor der Pleite gerettet - und damit zu 82 Prozent verstaatlicht. Nun wird laut Medienbericht darüber nachgedacht, die 100 Prozent voll zu machen.

Die Royal Bank of Scotland könnte ganz verstaatlicht werden. dapd

Die Royal Bank of Scotland könnte ganz verstaatlicht werden.

LondonDie britische Regierung erwägt einem Pressebericht zufolge die komplette Verstaatlichung der Royal Bank of Scotland (RBS). Politiker seien über die geringe Kreditvergabe des Instituts an die Wirtschaft enttäuscht, schreibt die „Financial Times“. Die Gespräche darüber gebe es schon lange, zitiert das Blatt einen Regierungsvertreter. Ein anderer habe erklärt, die Diskussion habe sich angesichts des auch im zweiten Quartals schwachen Geschäfts verstärkt.

In der Finanzkrise hatte der britische Staat die Bank mit gut 45 Milliarden Pfund vor der Pleite gerettet. Seitdem gehört das Geldhaus bereits zu rund 82 Prozent dem Steuerzahler. Eine Trendwende ist bislang nicht gelungen. Die Bank schreibt seit vier Jahren hohe Verluste. Wenn das Institut an diesem Freitag seine Zahlen fürs erste Halbjahr veröffentlicht, wird mit einem weiteren Verlust von 1,5 Milliarden Pfund gerechnet.

Das einstige Vorzeigeinstitut der britischen Bankbranche gilt als einer der größten Sanierungsfälle weltweit. Inzwischen hat es bereits 700 Milliarden Pfund an Risiko aus der Bilanz genommen und 35.000 Stellen gestrichen. Hinter den Überlegungen zur Komplettverstaatlichung steht laut Zeitung die Vorstellung, dass die Regierung dann direkt eingreifen könnte, ohne Rücksicht auf andere Aktionäre zu nehmen. Die Kosten für ein Herausdrängen der übrigen Anteilseigner würden bei rund fünf Milliarden Pfund liegen.

Allerdings lehnt Finanzminister George Osborne eine Komplettübernahme ab. Gegner der Verstaatlichung weisen laut Zeitung darauf hin, dass die Regierung dabei dem Steuerzahler noch weitere Risiken aufdrücken würde. Dies werde sich noch weiter verstärken, wenn die Regierung die Bank zu einer stärkeren Kreditvergabe drängen würde. Zudem gebe es wettbewerbsrechtliche Hürden seitens der Europäischen Union.

Von

dpa

Kommentare (3)

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bibi

02.08.2012, 15:08 Uhr

Schreiben Sie in der Überschrift bitte auch Royal Bank of Scotland. Die Bank of Scotland und die Royal Bank of Scotland sind 2 völlig unabhängig voneinander wirtschaftende Unternehmen.

Account gelöscht!

02.08.2012, 17:10 Uhr

... richtig. Ich hab grad echt einen Schock bekommen und gedacht, ob ich da was nicht mitbekommen hätte ...

Helmut

02.08.2012, 18:25 Uhr

Richtig, aber Sie sind hier beim Handelsblättchen. Sachkenntnis oder gar Qualität dürfen Sie hier nicht erwarten. Darum nicht nur die sachlich falsche Überschrift, sondern auch die recht kreative Schreibweise "Scottland" in der Überschrift.

Dieses Blättchen ist einfach zum Fremdschämen.

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