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01.01.2006

16:00 Uhr

Medienbericht

Bundesbank soll stärker schrumpfen

Die Bundesregierung will die Zahl der Mitarbeiter bei der Bundesbank stärker reduzieren als bisher bekannt. Einem Medienbericht zufolge gibt es im Finanzministerium noch weitere Überlegungen zu Strukturveränderungen.

HB BERLIN. „Es kann davon ausgegangen werden, dass - auch nach 2007 - weiterer Bedarf für Personalanpassungen gegeben sein wird“, zitierte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ aus einem Schreiben der parlamentarischen Staatssekretärin im Finanzministerium, Barbara Hendricks, an den FDP-Abgeordneten Volker Wissing.

Die Bundesbank hatte in den vergangenen Jahren ihren Personalbestand auf 12 500 von 15 000 Mitarbeitern reduziert, bis 2007 soll die Zahl der Mitarbeiter auf gut 11 000 sinken. Ein Sprecher des Finanzministeriums bestätigte das Schreiben von Hendricks. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass auch nach 2007 über weitere Strukturveränderung bei der Bundesbank nachgedacht werde, sagte er. Entscheidungen gebe es aber noch nicht.

Im Finanzministerium könne man sich die Bundesbank als eine Denkfabrik nach amerikanischem Vorbild mit nur etwa 5000 Mitarbeitern vorstellen, berichtete das Magazin ohne Angaben von Quellen. Ein Konzept hierfür hätten die Beamten bereits unter dem früheren Finanzminister Hans Eichel erarbeitet, der Plan sei wegen seiner politischen Brisanz jedoch nicht weiter verfolgt worden. In der großen Koalition könne das Vorhaben aus Sicht der Strategen im Finanzministerium jedoch Chancen haben. Die Pläne sollten demnächst mit Finanzminister Peer Steinbrück erörtert werden.

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