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04.02.2008

13:49 Uhr

Medienbericht

Bundesregierung lehnt Hilfe für WestLB offenbar ab

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat nach einem Pressebericht den Bund um eine Beteiligung an der geplanten Risikoabschirmung für die WestLB gebeten und eine Absage erhalten. Offenbar ist die WestLB nicht die einzige Landesbank, die sich Hilfe durch die Regierung erhofft.

HB HAMBURG. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seien sich darüber einig, dass sich der Bund an keinerlei Bürgschaft für eine der deutschen Landesbanken beteiligen werde, schreibt die „Financial Times Deutschland“ (Montag) unter Berufung auf Regierungskreise. Auch andere Landesregierungen hätten in Berlin um Hilfe für ihre Landesbanken angefragt und seien ebenfalls abgewiesen worden, hieß es.

Die Eigentümer der WestLB ringen unterdessen um Schadensbegrenzung: Im Gespräch ist eine milliardenschwere Risikoabschirmung, bei der die Lastenverteilung strittig ist. Dem Vernehmen nach sollen problematische Papiere in einer neuen Zweckgesellschaft gebündelt und ausgelagert werden. Das Volumen dieser Gesellschaft wird auf 22 Mrd. Euro und die erforderlichen Garantien auf mehrere Mrd. Euro geschätzt.

Die WestLB verzeichnete im vergangenen Jahr unter anderem durch Fehlspekulationen und Engagements auf dem US-Immobilienmarkt einen Verlust von rund einer Milliarde Euro.

Größter Einzelaktionär der WestLB AG ist das Land NRW mit direkt und indirekt rund 38 Prozent. Die Mehrheit halten zusammen die Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen. Außerdem sind zwei kommunale Landschaftsverbände an der WestLB beteiligt. Die Düsseldorfer Bank soll unabhängig von einer möglichen Fusion neu aufgestellt werden. Experten halten ihre Kosten für zu hoch. Außerdem fehle ihr bislang eine breite Kundenbasis.

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