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03.11.2013

12:28 Uhr

Medienbericht

Commerzbank-Chef sperrt sich nicht gegen Verkauf

Gleich eine ganze Reihe europäischer Großbanken ist in den vergangenen Monaten als Kaufinteressenten für die teilstaatliche Commerzbank genannt worden. Deren Chef versperrt sich nicht völlig gegen die Idee.

Die Commerzbank steckt mitten in einem Konzernumbau: Mehrere tausend Mitarbeiter sollen in den kommenden Jahren gehen. Reuters

Die Commerzbank steckt mitten in einem Konzernumbau: Mehrere tausend Mitarbeiter sollen in den kommenden Jahren gehen.

FrankfurtCommerzbank -Chef Martin Blessing lehnt eine Übernahme seines Instituts nicht grundsätzlich ab. „Selbstständigkeit ist für mich kein Selbstzweck“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Ich will, dass unsere Mitarbeiter das Gefühl haben können, etwas Sinnvolles für die Volkswirtschaft zu tun.“ Ein Käufer der Commerzbank ist derzeit allerdings nicht in Sicht – als Interessenten gehandelte Konkurrenten hatten in den vergangenen Wochen reihenweise abgewunken.

In Medien war wiederholt spekuliert worden, der Bund wolle seinen Restanteil von 17 Prozent an einen europäischen Wettbewerber verkaufen. Doch vor allem die milliardenschweren Altlasten der Commerzbank in der Schiffs-, Immobilien- und Staatsfinanzierung gelten als „Giftpille“. Die spanische Großbank Santander, die beiden italienischen Großbanken UniCredit und Intesa Sanpaolo sowie die französische BNP Paribas und die Schweizer UBS hatten zuletzt erklärt, die Commerzbank sei für sie kein Thema.

Interner Bericht: Commerzbank verfehlt ihre Ziele deutlich

Interner Bericht

Commerzbank verfehlt ihre Ziele deutlich

Die Commerzbank hat schwierige Jahre hinter sich, aber wohl noch schwierigere vor sich. Laut einem internen Papier verfehlt die Bank ein weiteres Mal ihre selbstgesteckten Ziele. Doch es gibt auch Lichtblicke.

Blessing wird wegen der schwachen Geschäftsentwicklung der Commerzbank in der Öffentlichkeit immer wieder kritisiert. Wiederholt wurde spekuliert, seine Tage an der Spitze der Bank seien gezählt. „Ich unterliege nicht der Illusion, dass jemand unersetzlich ist“, gab sich Blessing gelassen. Einige wichtige Bereiche der Bank hatten zuletzt deutlich hinter den Erwartungen zurückgelegen.

Von

rtr

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