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24.03.2013

12:14 Uhr

Medienbericht

Deutsche-Bank-Co-Chef verzichtet auf Millionenbonus

Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain hat auf Zahlungen in Millionenhöhe verzichtet, um Mit-Chef Fitschen beim Verdienst nicht in den Schatten zu stellen. Die Ansprüche hatte Jain auf seinem vorherigen Posten erworben.

Ein Abstand zwischen den Gehälter des Deutsche-Bank-Führungsduos Jain (rechts) und Fitschen erscheint auch dem Aufsichtsrat nicht angemessen. Reuters

Ein Abstand zwischen den Gehälter des Deutsche-Bank-Führungsduos Jain (rechts) und Fitschen erscheint auch dem Aufsichtsrat nicht angemessen.

FrankfurtDeutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain hat einem Zeitungsbericht zufolge auf viel Geld verzichtet. Ihm hätten für 2012 vertraglich knapp zwei Millionen Euro mehr Bonus zugestanden, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Umfeld des Aufsichtsrats. Dadurch sank seine Vergütung auf 4,8 Millionen Euro und war damit gleich hoch wie die von Co-Chef Jürgen Fitschen.

Anfang des Jahres habe Jain dem Aufsichtsrat schriftlich mitgeteilt, dass er auf einen Teil seines Bonus' verzichte, so das Blatt. Auch wolle er seinem Co-Chef Fitschen bei der Bezahlung gleichgestellt sein. Jain habe diesen Schritt von sich aus getan, es habe keinen Druck seitens des Aufsichtsrats gegeben. Das Frankfurter Geldhaus wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Jain hatte bis zum Wechsel an die Vorstandsspitze im Juni vergangenen Jahres die Investmentbanking-Sparte der Deutschen Bank verantwortet. In dieser Position war er in den vergangenen Jahren regelmäßig der bestbezahlte Manager neben oder manchmal sogar vor dem damaligen Bankchef Josef Ackermann.

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Der Aufstieg zum Konzernchef hat sich für Jain damit im ersten Jahr finanziell nicht gelohnt. Mit 4,8 Millionen Euro verdiente er 2012 nur gut halb soviel wie im Jahr zuvor. Für Fitschen sieht es dagegen besser aus: Er bekommt rund eine halbe Million Euro mehr als ein Jahr zuvor. Zusammen kassiert das neue Führungsduo damit etwas mehr als Ackermann 2011 alleine.

Gehälter der Wall-Street-Größen

John Stumpf

Streng genommen ist John Stumpf kein Wall-Street-Banker. Doch mit einer Jahresvergütung von 19,3 Millionen Dollar hat Wells Fargo mit Hauptsitz an der Westküste der USA ihren Chef an die Spitze der Finanzindustrie katapultiert. Während Branchengrößen wie JP-Morgan-Chef Jamie Dimon Einbußen hinnehmen mussten, stieg das Einkommen von Stumpf 2012 um acht Prozent. Nach Rekordgewinnen im vergangenen Jahr stockte Wells Fargo Stumpfs Grundgehalt von 2,8 Millionen Dollar mit einem Bonus von vier Millionen Dollar und Aktien im Wert von 12,5 Millionen Dollar auf.

Brian Moynihan

Der Chef der Bank of America hat im Jahr 2012 stolze 12,1 Millionen Dollar verdient. Damit rückt er in die Liga der bestbezahlten Manager der US-Bankenwelt ein. Die Vergütung von Brian Moynihan stieg gegenüber dem Vorjahr um 73 Prozent. Doch die Spitzenverdiener, Loyd Blankfein von Goldman Sachs und John Stumpf von Wells Fargo, überholt er nicht überholen.

James Gorman

Morgan-Stanley-Chef James Gorman verdiente 2012 mit 9,75 Millionen Dollar sieben Prozent weniger als im Vorjahr.

Jamie Dimon

Jamie Dimon, Chef von JP Morgan, nimmt eine Halbierung seines Bonus für 2012 hin. Er kassiert 11,5 Millionen Dollar. Das Institut wurde von einem Händlerskandal erschüttert. Ein Mitarbeiter mit dem Spitznamen „Londoner Wal“ hatte mehr als sechs Milliarden Dollar verzockt.

Michael Corbat

Der neue Citigroup-Vorstandschef Michael Corbat streicht für 2012 ein sattes Gehalt von 11,5 Millionen US-Dollar ein. Corbat übernahm den Spitzenposten erst im Oktober vergangenen Jahres und stellte die Weichen für den Abbau von 11.000 Stellen.

Allerdings lief das vergangene Jahr auch eher bescheiden für das größte deutsche Geldhaus. Hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten ließen den Konzerngewinn auf nur noch knapp 300 Millionen Euro schmelzen. Die jüngste Korrektur des Ergebnisses nach unten habe "selbstverständlich" Auswirkungen auf die Gehälter gehabt, hatte Aufsichtsratschef Paul Achleitner am Freitag betont. "Wir sind auch der Meinung, dass es richtig ist, wenn beide Chefs gleich viel bekommen." Deren Boni würden zudem zu 100 Prozent in Aktien mit fünfjähriger Haltefrist ausbezahlt.

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Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

24.03.2013, 13:15 Uhr

Da sieht man es wieder; Leistung lohnt sich in Deutschland nicht mehr.
Ich bin für einen Rettungsschirm oder Solidarfonds für verarmte Top-Manager. Sonst kommen die noch alle zu mir, und betteln mich an.

Account gelöscht!

25.03.2013, 09:26 Uhr

Nix da. Speziell Herr Jain sollte froh sein überhaupt noch im Amt zu sein um weiter die Deutsche Bank zu schröpfen.
Das, was Herr Jain und seine Armee hier verurhsacht haben sollte mit Gefängnis bestraft werden.

Account gelöscht!

25.03.2013, 10:32 Uhr

Und ausserdem : .... Verzichtet auf 2 Mio.....
Von wieviel ?? Ohhh, dann bekommt Er ja nur noch ??
Leute, wir müssen spenden.

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