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13.09.2013

12:38 Uhr

Medienbericht

JPMorgan investiert in die Risikokontrolle

Die US-Bank JPMorgen Chase investiert vier Milliarden von Dollar in die Risikokontrolle. 15 000 Mitarbeiter sollen künftig um die Verbesserung der Compliance kümmern.

Firmenzentrale von JPMorgen Chase & Co in New York: Die Bank will die Risikokontrolle verbessern. AFP

Firmenzentrale von JPMorgen Chase & Co in New York: Die Bank will die Risikokontrolle verbessern.

New YorkDie in mehrere Prozesse verwickelte US-Großbank JPMorgan Chase will zusätzlich Milliarden in die Verbesserung der Risikokontrolle und Compliance (Regeltreue) investieren. 1,5 Milliarden Dollar würden in die bessere Verwaltung der Risiken und Erfüllung der Richtlinien gesteckt, meldete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag. Zudem sei geplant, die Rücklagen für die Gerichtsstreitigkeiten um 2,5 Milliarden Dollar zu erhöhen.

Um Risiken besser zu überwachen und unsaubere Geschäfte zu vermeiden, investiert das größte amerikanische Bankhaus in diesem Jahr zusätzlich vier Milliarden US-Dollar und stellt 5 000 weitere Mitarbeiter ab. Künftig sollen sich rund 15 000 Beschäftigte um die Risikokontrolle kümmern. JPMorgan hat weltweit insgesamt 250 000 Beschäftigte.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

„Es ist unsere wichtigste Aufgabe, die Kontroll-Themen anzugehen“, zitierte das Blatt den seit 2005 amtierenden Vorstandschef Jamie Dimon. JPMorgan gilt eigentlich als einer der großen Gewinner der Finanzkrise. Das Institut erwirtschaftet Rekordgewinne.

Doch inzwischen drohen zahlreiche Rechtsstreitigkeiten den Ruf des Instituts zu beschädigen. In den USA laufen derzeit mindestens sieben Ermittlungen gegen die Bank etwa wegen mutmaßlicher Betrügereien im Energiehandel und im Geschäft mit Hypothekenpapieren. Seit 2008 hat das Institut nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg in Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten mehr als 21 Milliarden US-Dollar gezahlt - so viel wie keine andere US-Bank.

Allein durch einen Londoner Händler hatte das Haus Milliarden in den Sand gesetzt. Der Mann mit dem Spitznamen „der Wal“ nahm hochriskante Wetten vor, die sich nicht auszahlten. Das schadete dem Ruf der Bank. Das US-Justizministerium, die US-Börsenaufsicht und die britische Finanzaufsicht ermittelten.

Kommentare (1)

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manthra

13.09.2013, 08:07 Uhr

Bekommt die Elite jetzt volle Hosenbeine??? Drückt es schon alles, alles unten heraus? Nujadenn, wenn das Finanzsystem einkracht, dürfte es auch dort krachen. Wie soll es denn anders sein? Jetzt mal einen auf Risikovorsorge öffentlich daher puffern. Am Ende zahlt dann der dumme (amerikanische) Steuerzahler wieder die Feudalisten ab. Irgendwann wird auch in Amerika medcare nicht mehr geben. Und sie spekulieren weiter.

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