Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.08.2012

08:38 Uhr

Medienbericht

Libor-Ermittler locken mit Straffreiheit

Im Zuge der Libor-Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft einigen ehemaligen UBS-Mitarbeitern offenbar Straffreiheit angeboten, wenn sie mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Das geht zumindest aus einem Bericht hervor.

Im Zuge der US-Ermittlungen zum Libor-Skandal hat die UBS bereits knapp 20 Händler entlassen. dapd

Im Zuge der US-Ermittlungen zum Libor-Skandal hat die UBS bereits knapp 20 Händler entlassen.

New YorkBei den US-Ermittlungen gegen die Schweizer Bank UBS zum Libor-Skandal hat die Staatsanwaltschaft einem Zeitungsbericht zufolge einigen ehemaligen sowie aktuellen Mitarbeitern Straffreiheit angeboten. Im Gegenzug müssten die Betroffenen mit den Ermittlern zusammenarbeiten, berichtete das „Wall Street Journal“ („WSJ“).

Das Blatt berief sich dabei auf zwei mit den Ermittlungen vertraute Personen. Ein Teil des betroffenen UBS-Personal arbeite noch bei der Bank. UBS hat während der seit vier Jahren anhaltenden Untersuchungen in diesem Zusammenhang etwa 20 Händler und Manager entlassen oder suspendiert. Das US-Justizministerium war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Aus dem Bericht ging nicht hervor, um welche UBS-Manager es geht.

Weltweit stehen zahlreiche Banken im Verdacht, wichtige Referenz-Zinssätze wie den Libor und den Euribor zu ihren Gunsten manipuliert zu haben. Die Zinsen beruhen auf den Refinanzierungskosten der Banken, die diese einmal täglich melden. Die Ermittler gehen Hinweisen nach, dass die Institute von 2005 bis 2009 die Sätze nach unten verzerrt haben, um ihre wahren Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne einzustreichen. Der Libor allein dient als Maßstab für Finanztransaktionen von mehr als 500 Billionen Dollar. Barclays ist bislang als einziges Geldhaus in dem Skandal zu einer Strafe verurteilt worden und zwar in Höhe von fast einer halben Milliarde Dollar.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×