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20.07.2012

10:13 Uhr

Medienbericht

Österreichs Banken brauchen weitere Hilfen

Zwei verstaatlichte österreichische Banken könnten laut einem Medienbericht weitere Milliarden Staatshilfen benötigen: die Hypo Group Alpe Adria und der Gemeindefinanzierer Kommunalkredit.

Das Logo der Hypo Group Alpe Adria vor der Zentrale in Klagenfurt. Reuters

Das Logo der Hypo Group Alpe Adria vor der Zentrale in Klagenfurt.

WienÖsterreichs Staatsbanken könnten einem Zeitungsbericht zufolge im schlimmsten Fall weitere Milliarden an Staatshilfe benötigen. Die frühere BayernLB -Tochter Hypo Group Alpe Adria habe einen Kapitalbedarf über weitere zwei - und im schlimmsten Fall - fünf Milliarden Euro, berichtete das am Freitag erscheinende Wochenmagazin „Format“ unter Berufung auf einen Bericht an die EU-Kommission und ein Schreiben des Hypo-Managements an das Bundeskanzleramt. Das Finanzministerium wollte sich nicht dazu äußern.

Die Bad Bank des ebenfalls verstaatlichten Gemeindefinanzierers Kommunalkredit, die KA Finanz, benötige eine weitere halbe Milliarde Euro für ihr Engagement in hoch verschuldeten Euroländern und ihre Kreditausfallversicherungen, hieß es in dem Blatt. Das Finanzministerium lehne das jedoch ab.

Beide Banken hatte der Staat im Zuge der Krise übernommen. Neben der Hypo und der Kommunalkredit hat sich die Republik im Frühjahr auch noch mit 43 Prozent an der ÖVAG, dem angeschlagenen Spitzeninstitut der Volksbanken, beteiligt.

Der Vize-Aufsichtsratchef der staatlichen Fimbag, die die Staatshilfe für die maroden Banken überwacht, bezifferte das Volumen der „problematischen Aktiva“ bei allen drei Banken auf 30 bis 35 Milliarden Euro. „Das bedeutet nicht, dass diese gänzlich verloren sind. Dass aber nichts davon verloren gehen wird, ist ebenfalls eine Illusion“, sagte Hannes Androsch dem „Format“.

Von

rtr

Kommentare (2)

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madhouse

20.07.2012, 11:18 Uhr


Ich vermisse heute beim Handelsblatt die positiven Meldungen. Sind die versehentlich im Spam-Ordner gelandet?

umL06

20.07.2012, 11:38 Uhr

Hier ein paar Milliarden und da ein paar Milliarden...die Einschläge kommen unaufhaltsam näher...Es hat sich nichts aber auch gar nichts seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 verbessert, was auf gesunden Wachstum fußt...Die Makulatur durch die vielen weltweiten Konjunkturpakete wären nun nicht mehr erschwinglich...es bleibt nur das Sparen und die Bankenrettungen um dem System noch etwas Zeit zu ergaunern. Aber überall sparen und die Menschen in die Massenarbeitslosigkeit schicken, führt in eine tödliche Abwärtsspirale. Mit Aber-Milliarden werden die Banken gerettet. Aber die Menschen und Unternehmen die ihre Kredite bedienen sollen, gehen in die pleite...umsomehr müssen die Banken gerettet werden...Lachhaft...ganz zu schweigen von der widerlichen Jobboompropaganda...der überwiegende Teil sind Opfer moderne Sklaverei, die nach schweißtreibenden 40-60 Stunden Wochen mit 600 bis 850 Brotkrumen abgespeist werden...Deutschland ist genauso am Ende wie der Rest von Europa !!!

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