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17.03.2014

13:17 Uhr

Medienbericht

Unicredit könnte Hypo-Vereinsbank an Börse bringen

Unicredit braucht nach einem Rekordverlust Geld. Das soll nun offenbar durch einen Verkauf oder Börsengang der Fondstochter in die Kassen kommen. Auch ein Börsengang der Hypo-Vereinsbank soll ein Thema sein.

Unicredit-Zentrale in Mailand: Das Geldhaus sucht nach Möglichkeiten, die Fondsverwaltungstochter Pioneer Investment zu Geld zu machen. Reuters

Unicredit-Zentrale in Mailand: Das Geldhaus sucht nach Möglichkeiten, die Fondsverwaltungstochter Pioneer Investment zu Geld zu machen.

MailandNach dem Rekordverlust im vergangenen Jahr will die italienische Großbank Unicredit einem Medienbericht zufolge ihre Fondstochter Pioneer Investment zu Geld machen. Die Mutter der Hypo-Vereinsbank (HVB) werde die Sparte voraussichtlich im kommenden Jahr zum Verkauf stellen oder an die Börse bringen, berichtete die „Financial Times“ am Montag unter Berufung auf mit den Überlegungen vertraute Personen. Pioneer werde dabei mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet. Ein Sprecher der Mailänder Bank lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Die Unicredit buchte 2013 wegen Abschreibungen auf Firmenwerte und wegen zusätzlichen Rückstellungen für faule Kredite einen Verlust von 14 Milliarden Euro. Damit reagierten die Italiener auch auf den anstehenden Stresstest in der europäischen Finanzbranche. Es wird damit gerechnet, dass viele Banken noch Löcher in den Bilanzen stopfen müssen. Dieses Jahr soll es aber für die Unicredit wieder aufwärts gehen: Das Institut kalkuliert mit einem Gewinn von rund zwei Milliarden Euro.

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Die Hypo-Vereinsbank übertrifft das Vorjahresergebnis. Unter dem Strich steht bei der Unicredit-Tochter ein Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro. Doch im Schlussquartal gab es rote Zahlen.

Die HVB-Mutter hatte zuletzt auch einen Restrukturierungsplan vorgestellt. Dieser sieht den Abbau von 8500 Arbeitsplätzen bis 2018 vor – fast sechs Prozent der Belegschaft. Außerdem soll die zum Konzern gehörende Internet-Bank Fineco an die Börse gebracht werden. Zudem gibt es nach Angaben der „Financial Times“ Planungen, Anteile ihrer deutschen Tochter Hypo-Vereinsbank an die Börse zu bringen.

Die Tochter Pioneer mit verwalteten Anlagen im Volumen von 174 Milliarden Euro sollte schon einmal veräußert werden. Unicredit-Chef Federico Ghizzoni hatte den Plan dann aber kurz nach seinem Amtsantritt 2010 wieder zurückgenommen. Viele andere europäische Banken wie Lloyds, Santander oder Societe Generale haben ihre Vermögensverwaltungssparten bereits abgestoßen, um in der Finanzkrise an Kapital zu kommen.

Von

rtr

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