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02.01.2007

11:28 Uhr

Medienbericht

West-LB liebäugelt verstärkt mit Sachsen-LB

Die West-LB will nach Angaben der Sachsen-LB noch im ersten Halbjahr 2007 über einen Einstieg bei der ostdeutschen Landesbank verhandeln und strebt dabei weit mehr als die bisher vereinbarte Sperrminorität von 25,1 Prozent an, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Die West-LB gab sich zu dem Thema zurückhaltend.

HB FRANKFURT. Die Düsseldorfer visierten eine deutlich höhere Beteiligung an als die bislang angepeilten 25,1 Prozent, sagte Sachsen-LB-Vorstand Werner Eckert der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagausgabe).

Er wolle zwar nicht über die Höhe der Beteiligung sowie den Verhandlungszeitraum spekulieren. „Ich gehe aber davon aus, dass spätestens zum Sommerbeginn feststehen wird, ob die bereits bestehende enge Partnerschaft zwischen beiden Landesbanken auf den Gebieten Zinssicherung und Zinsoptimierung in einen direkten Einstieg der WestLB mündet“, fügte der Banker hinzu.

Die West-LB gab sich zu dem Thema zunächst zurückhaltend. Bislang sei keine Entscheidung über die Höhe einer möglichen Beteiligung an der Sachsen LB getroffen.

„In dieser Frage gibt es überhaupt keine Entscheidung, das ist völlig offen“, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Instituts am Dienstag. Die WestLB gehe aber davon aus, die Frage eines möglichen Einstiegs bei den Leipzigern im ersten Halbjahr 2007 zu klären. Die Zusammenarbeit mit der Sachsen LB laufe sehr gut.

West-LB und Sachsen-LB hatten sich im Oktober 2005 auf eine Kooperation geeinigt und vereinbart, in einem zweiten Schritt über eine Beteiligung von „mindestens 25,1 Prozent“ zu verhandeln. Die Sachsen LB gilt als die finanzschwächste aller Landesbanken und als auf Dauer kaum alleine überlebensfähig. Die langfristigen Verbindlichkeiten des Instituts werden von der Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) mit „BBB+“ bewertet, was allenfalls einer noch befriedigenden Note entspricht. Mitentscheidend für die West-LB dürfte sein, dass sich bei einem Einstieg bei den Sachsen ihr eigenes - besseres - Rating nicht verschlechtert.

Dem Bericht zufolge haben die Sachsen im abgelaufenen Jahr nach vorläufigen Zahlen den operativen Gewinn mit 143 Mill. Euro auf Vorjahresniveau gehalten. Vor Steuern sei das Ergebnis auf 50 Mill. von rund 20 Mill. Euro im Vorjahr geklettert, hieß es. Hauptgrund hierfür sei der Rückgang der Risikovorsorge auf 70 Mill. von 116 Mill. Euro gewesen.

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