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01.03.2011

06:34 Uhr

Megadeal mit Shopping-Centern

Blackstone wettet mit zehn Milliarden auf den US-Konsumenten

Blackstone kauft für knapp zehn Milliarden Dollar US-Einkaufszentren. Hinter diesem Stil steckt viel Symbolik: Zum einen scheint sich die US-Wirtschaft zu berappeln, zum anderen gehen Finanzinvestoren wieder ins Risiko.

Blackstone hofft darauf, dass die US-Verbraucher die Shopping-Malls stürmen. Quelle: dpa

Blackstone hofft darauf, dass die US-Verbraucher die Shopping-Malls stürmen.

New York/SydneyDer US-Finanzinvestor Blackstone kauft für 9,4 Milliarden Dollar die knapp 600 US-Einkaufszentren des australischen Shopping-Center-Betreibers Centro. Der Verkauf an Blackstone sei Teil einer größeren Umstrukturierung. Blackstone habe sich gegen mehrere Bieter durchgesetzt. Mit dem Geschäft, das Mitte des Jahres abgeschlossen sein soll, kommt der US-Investor seinem Traum von einer baldigen Rückkehr zu zweistelligen Milliardendeals näher. Das Geschäft ist die größte Übernahme für Blackstone seit dem Kauf der Hotelkette Hilton 2007 für 27 Milliarden Dollar.

Blackstone setzte sich Kreisen zufolge gegen Konkurrenten wie den Immobilienarm von Morgan Stanley durch. Mit dem Zukauf der 588 Shopping-Malls baut Blackstone sein Immobilien-Portfolio deutlich aus. Zum Besitz der Firma gehören unter anderem die Hilton-Hotels, die der Investor kurz vor der Krise für 26 Milliarden Dollar erwarb.

Es ist noch nicht allzu lange her, da waren Einkaufszentren in den USA das Allerletzte, das Investoren im Portfolio haben wollten. Doch spätestens seitdem das Weihnachtsgeschäft 2010 dem Einzelhandel Rekordumsätze bescherte, hat sich das geändert. Eindrucksvoll belegt der Kauf von fast 600 Shoppingmalls durch Blackstone.

Die in den USA so populären Einkaufszentren waren in der zurückliegenden Rezession besonders hart vom Konsumstreik der US-Bürger betroffen. Weil die Geschäfte pleitegingen oder ihre Mieten nicht mehr voll zahlen konnten, kamen Immobilienfirmen wie Centro in Bedrängnis. Weil die Australier die Milliarden an Schulden, mit denen sie die Malls einst kauften, derzeit nicht mehr bedienen können, müssen sie die Gebäude nun verkaufen. Blackstone übernimmt dem Vernehmen nach acht Milliarden Dollar an Centro-Schulden und zahlt den Australiern zusätzlich 1,4 Milliarden Dollar in Cash.

Kommentare (1)

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Patty

01.03.2011, 08:01 Uhr

Ist heute Propaganda angesagt ??
Die US Wirtschaft geht weiter bergab....

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