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09.03.2006

15:12 Uhr

Mehr Geschäft

Kreissparkasse Köln kämpft erfolgreich gegen Direktbanken

Die Kreissparkasse Köln ist 2005 im Geschäft mit Anlagegeldern und Krediten gewachsen. Andere Sparkasse können sich weniger gut gegen die Konkurrenz der Direktbanken wehren.

HB KÖLN. Es sei gelungen, in wachsendem Maße bislang bei Direktbanken angelegte Gelder zurückzugewinnen, teilte Deutschlands drittgrößte Sparkasse am Donnerstag in Köln mit. So hätten 2005 Privatkunden mit per Saldo 446 Mill. Euro mehr als doppelt so viel Geld neu angelegt. Auch Sparprodukte wie das „Extra-Sparen“ oder das „Zuwachs-Sparen“ seien gefragt. Insgesamt hätten sich die Kundeneinlagen um 633 Mill. Euro auf 14,5 Mrd. Euro erhöht.

Die Zahlen der Kölner stehen im Widerspruch zum allgemeinen Klima im Sparkassenlager. Hier hatten sich zuletzt die Stimmen gemehrt, die vor der wachsenden Konkurrenz der Direktbanken warnen. Häuser wie die ING-Diba, GE Money oder auch die Citibank machen vielen deutschen Instituten wegen ihrer aggressiven Konditionen zu schaffen.

Im öffentlich-rechtlichen Sektor schwelt zudem ein Streit um die Direktbank-Tochter der BayernLB, der DKB. Zwar werfen ihr viele Sparkassen vor, in ihrem regionalen Sprengel zu wildern. Doch auf den Aufbau einer gemeinsamen Direktbank hat sich der Sektor bislang nicht einigen können.

Im Kreditgeschäft legte die Kreissparkasse Köln 2005 kräftig zu. Das Neugeschäft kletterte um ein Fünftel auf 2,2 Mrd. Euro. Haupttreiber waren Kredite an Firmen und Selbstständige, aber auch bei Privatkunden legte die Bank von 844 auf 910 Mill. Euro zu. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte sei die Kreditnachfrage der Firmen angezogen, hieß es. Vor Steuern steigerte die Bank den Gewinn leicht von 92 Mill. Euro auf 97 Mill. Euro. Grund dafür war vor allem ein Rückgang der außerordentlichen Lasten auf von 53 Mill. Euro auf 44Mill. Euro.

Zins- und Provisionsüberschuss entwickelten sich von 451 Mill. Euro auf 448 Mill. Euro beziehungsweise 104 Mill. Euro in etwa stabil. Künftig will die Kreissparkasse die Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer WestLB ausbauen und darüber hinaus im Firmenkundengeschäft auch komplexere Produkte anbieten. Als Beispiele wurden unter anderem die Beratung bei Übernahmen und Fusionen sowie so genannte Mezzanine-Finanzierungen genannt.

Wie angekündigt fusionieren die Kölner zum 31. Mai mit der im Kreis Rhein-Sieg tätigen Sparkasse Hennef. Die Integration sei bereits angelaufen, die Zusammenführung der Datenverarbeitung sei für den Spätsommer geplant, hieß es. Die 1905 gegründete Sparkasse Hennef kam zuletzt mit ihren 150 Mitarbeitern auf eine Bilanzsumme von etwa 740 Mill.. Euro. Die Kölner sind mit 21,83 Mrd. Euro allerdings rund 30 Mal größer.

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