Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.09.2016

13:51 Uhr

Middle East Bank und Sina Bank

Iranische Banken wollen Filialen in München eröffnen

Die iranische Zentralbank will die Beziehungen mit anderen Ländern ausbauen. Viele europäische Geldhäuser meiden die Zusammenarbeit allerdings. Nun wollen zwei iranische Geldinstitute Filialen in München eröffnen.

Derzeit befindet sich eine deutsche Handelsdelegation unter Leitung von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in Teheran. dpa

München von oben

Derzeit befindet sich eine deutsche Handelsdelegation unter Leitung von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner in Teheran.

TeheranZwei iranische Banken wollen erstmals Filialen in München eröffnen. Die iranische Zentralbank teilte am Sonntagabend während eines Besuchs der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) in Teheran mit, die Middle East Bank und die Sina Bank würden Zweigstellen in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnen. Der Generaldirektor der Middle East Bank, Parwis Aghili, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Filiale solle bis Ende des Jahres eröffnet werden.

Der Vizepräsident der Zentralbank, Akbar Komeidschani, erklärte, die Zentralbank arbeite daran, die Bank-Beziehungen mit anderen Ländern auszubauen. Der Iran unterliegt auch nach Aufhebung der wegen des Atomstreits verhängten Finanz- und Handelssanktionen im Januar noch immer verschiedenen US-Sanktionen wegen seines Raketenprogramms und der Menschenrechtspolitik. Die fortbestehenden Finanzsanktionen behindern die Normalisierung der Handelsbeziehungen mit Europa sowie den Ölexport.

Iran: Bankgehälter erzürnen Ajatollah Khamenei

Iran

Bankgehälter erzürnen Ajatollah Khamenei

Iranische Banker trifft ein neues Gesetz: Sie dürfen bei weitem nicht mehr so viel verdienen wie bislang. Sogar der Chef des Staatsfonds musste deswegen sein Amt niederlegen.

Viele europäische Banken meiden die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit den iranischen Geldinstituten aus Angst, sonst unter die US-Sanktionen zu fallen. Nur kleinere Banken ohne Verbindungen in die USA arbeiten bisher mit dem Iran zusammen. Deutschland war vor der Verschärfung der Atomsanktionen 2012 eine der wichtigsten Handelspartner der Islamischen Republik. Derzeit befindet sich eine deutsche Handelsdelegation unter Leitung von Bayerns Wirtschaftsministerin Aigners in Teheran.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×