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24.07.2014

21:50 Uhr

Milliarden-Sparpaket

Deutsche Bank muss noch mehr sparen

ExklusivAnshu Jain und Jürgen Fitschen bereiten ein neues, milliardenschweres Sparpaket vor. Die Deutsche Bank fürchtet aufgrund hoher Kosten um ihre Konkurrenzfähigkeit. Jobs sollen aber erstmal nicht abgebaut werden.

Handelsblatt in 99 Sekunden

Deutsche Bank: Die Glanzzeiten sind vorbei

Handelsblatt in 99 Sekunden: Deutsche Bank: Die Glanzzeiten sind vorbei

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FrankfurtDie Deutsche Bank verschärft den Sparmodus. Die beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen wollen die bisher erfolgreichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung über das bisherige Ziel hinaus ausdehnen. Nach Angaben aus Finanzkreisen bereitet die Spitze des größten deutschen Finanzinstituts ein weiteres milliardenschweres Sparpaket vor.

So soll das laufende „Operational Excellence Programm“ ausgedehnt werden, mit dem die Bank bis Ende des Jahres 2015 rund 4,5 Milliarden Euro einsparen will, berichtet das Handelsblatt (Freitagausgabe als ePaper). Bis 2018 soll die Kostenkürzung dann insgesamt sechs bis sieben Milliarden Euro umfassen. Zusätzlich sollen also bis zu zweieinhalb Milliarden Euro eingespart werden. Ein Sprecher der Bank wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Weltweit größte Investmentbanken im Anleihehandel (2013)

Deutsche Bank

2013: Platz 1 / 10,0 Prozent Marktanteil
2012: Platz 1 / 10,7 Prozent Marktanteil
2011: Platz 2 / 10,8 Prozent Marktanteil
Quelle für alle Daten: Greenwich Associates

Barclays

2013: Platz 2 / 9,2 Prozent Marktanteil
2012: Platz 2 / 9,8 Prozent Marktanteil
2011: Platz 1 / 10,9 Prozent Marktanteil

JP Morgan

2013: Platz 2 / 9,2 Prozent Marktanteil
2012: Platz 3 / 8,8 Prozent Marktanteil
2011: Platz 3 / 9,7 Prozent Marktanteil

Citigroup

2013: Platz 4 / 8,9 Prozent Marktanteil
2012: Platz 4 / 8,1 Prozent Marktanteil
2011: Platz 4 / 8,5 Prozent Marktanteil

Die neuen Anstrengungen kommen nicht von ungefähr. Im Gegensatz zu den globalen Rivalen Goldman Sachs, JP Morgan und Barclays hat die Deutsche Bank immer noch einen hohen Kostenblock. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, suchen die Controller der Deutschen Bank nach weiteren Einsparchancen. Im Zentrum soll kein zusätzlicher Abbau von Jobs stehen, sondern Effizienzgewinne durch neue Technologien und bessere Abläufe der Bankprozesse.

Die Belegschaft kennt die zusätzlichen Sparpläne bisher nicht. Sie soll in den kommenden Wochen auf den neuen Kurs eingeschworen werden. Angesichts der zunehmenden Regulierung, hoher Rechtskosten und dem extrem niedrigen Zinsniveau soll die Kostendisziplin zu einer permanenten Aufgabe werden, heißt es in Finanzkreisen.

Die vollständige Analyse zum Sparprogramm lesen Abonnenten des Handelsblatt DigitalPass hier.

Von

pk

Kommentare (9)

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Herr Uwe Hans

25.07.2014, 08:00 Uhr

Schmierenkomödie für das tumbe Volk.....
Die "Deutsche" Bank - mit eine der korruptesten Einrichtungen der Erde....

Herr Thomas Behrends

25.07.2014, 08:08 Uhr

Tja, wenn man milliardenschweren Mist bei der Deutschen Bank baut, muss man wohl Milliarden an Euro sparen, um die zu befürchtenden Milliardenstrafen in den USA abzufedern.

Schade nur, dass das in aller Regel immer die Mitarbeiter betrifft, die jeden Tag treu und brav bei der DB zur Arbeit gehen und von dem ganzen Mist, den Joe Ackermann & Co. verzapft haben, nicht wissen konnten.

Es sind die Exzesse des sog. Managements und die unbändige Gier (LIBOR, US Immobilienkrise (Zertifikate etc.), die eine Betriebswirtschaft ins Wanken bringen können.

Von kaufmännischer Vorsicht und ordentlichem Banking keine Spur.

Aber große Werbesprüche klopfen:

Passion to perform - Leistung aus Leidenschaft!

Herr Woldemar von Stechlin

25.07.2014, 09:05 Uhr

"Passion to Perform" - Soll wohl in diesem Fall heißen "Das Leiden wird zur Leistung"

("Passion" kommt vom lateinisch pati und heißt soviel "erdulden", "erleiden“, passio ist „das Leiden“. Meist in Bezug auf den Leidensweg Christi)

Es ist aber auch ein Kreuz mit diesen blöden angelsächsischen Marketing-Claims...

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