Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.10.2011

09:04 Uhr

Milliardenbetrüger

Erste Madoff-Opfer werden entschädigt

Am Mittwoch werden die ersten Schecks verschickt. Die Opfer von Investment-Betrüger Bernard Madoff werden entschädigt, doch die einzelnen Summen werden sehr klein ausfallen.

Bernard Madoff vor dem Prozess vor zwei Jahren. AFP

Bernard Madoff vor dem Prozess vor zwei Jahren.

New YorkZweieinhalb Jahre nach der Verurteilung des Milliardenbetrügers Bernard Madoff beginnen die Entschädigungszahlungen an die Opfer. Die ersten Schecks sollten am Mittwoch verschickt werden, teilte Madoff-Treuhänder Irving Picard mit. Die anfängliche Zahlung summiere sich auf 312 Millionen Dollar. Das Geld gehe an 1230 Kunden. Viel ist ihnen nicht geblieben: Picard zufolge erhalten sie nur noch 4,6 Cent für jeden Dollar, den sie verloren.

Die Aufgabe des Treuhänders ist es, für die Madoff-Opfer Entschädigungszahlungen einzutreiben. Er fordert mehr als 94 Milliarden Dollar und hat dazu bereits über 1000 Klagen eingereicht. Schadenersatz verlangt er unter anderem von Madoffs wichtigster Bank JPMorgan Chase . Diese hat den Vorwurf zurückgewiesen, an Madoffs Betrug mitschuldig zu sein.

Madoff wurde im Dezember 2008 verhaftet. Im März 2009 wurde der mittlerweile 73-Jährige zu einer 150-jährigen Haftstrafe verurteilt. Er hatte mit seinem Investmentfonds ein klassisches Schneeballsystem aufgebaut: Er zahlte seine Anleger nicht mit Fonds-Gewinnen aus, sondern mit den Geldern anderer Investoren.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×