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10.01.2011

11:22 Uhr

Milliardengewinn

Commerzbank bleibt auch im letzten Quartal sauber

Die Commerzbank hat auch das vierte Quartal positiv abgeschlossen. Damit wird das Bankhaus 2010 den angepeilten Milliardengewinn auch tatsächlich erreichen.

Das Logo der Commerzbank an der Zentrale des Bankhauses in Frankfurt. DAPD

Das Logo der Commerzbank an der Zentrale des Bankhauses in Frankfurt.

HB FRANKFURT. Die Commerzbank hat sich im vergangenen Jahr mit einem Milliardengewinn aus der Finanzkrise gearbeitet. „Stand heute habe ich Indikationen dafür, dass das operative Ergebnis der Gruppe auch im vierten Quartal positiv war“, teilte Finanzvorstand Eric Strutz Reuters am Montag vor einer Commerzbank-Investorenveranstaltung in New York mit. Nach neun Monaten hatte die Commerzbank operativ 1,13 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen, unter dem Strich 1,17 Milliarden.

Doch an der Börse wurden die schwarzen Zahlen am Montag mit einem Achselzucken hingenommen. Die Commerzbank-Aktie gab um gut zwei Prozent auf 5,47 Euro nach und war damit größter Verlierer im Dax. Für die Börsianer zählt nur eines: Eine rasche Antwort auf die Frage, wie die Bank sich vom Joch des Staates befreien kann. „Die Überlegung ist: Wenn die Bank positive Nachrichten streut, bereitet sie vielleicht eine erste Kapitalerhöhung vor“, sagte Analyst Olaf Kayser von der LBBW. Das belaste den Aktienkurs. „Die Situation ist ein wenig festgefahren.“

Die Commerzbank hatte gehofft, mit guten Quartalsergebnissen der Aktie so auf die Sprünge zu helfen, dass sie eine Kapitalerhöhung um bis zu fünf Milliarden Euro am Markt platzieren könnte. Damit will sie einen ersten großen Teil der 16 Milliarden Euro schweren Stillen Einlage des Bundes zurückzahlen. „Die Commerzbank war in jedem der vier Quartale des Jahres 2010 profitabel“, betonte Finanzchef Strutz. Noch im November hatte er rote Zahlen für das Schlussquartal nicht ausgeschlossen. Nach Analystenschätzungen dürfte ein zweistelliger Millionengewinn zu Buche stehen.

Doch der Commerzbank-Kurs liegt inzwischen niedriger als der Preis, den der Bankenrettungsfonds SoFFin bei seinem Einstieg vor zwei Jahren je Aktie für seinen Kapitalanteil von 25 Prozent bezahlt hatte.

Das geänderte Restrukturierungsgesetz, das zum Jahreswechsel in Kraft getreten ist, könnte der Commerzbank den Gang an den Kapitalmarkt erleichtern. Denn nun darf sie ihr Kapital auch um mehr als 50 Prozent erhöhen, um den Staat auszulösen - wenn die Hauptversammlung zustimmt.

Kommentare (1)

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Bürger

10.01.2011, 23:41 Uhr

Die bezeichnung "schmutzig" und höchst unanständig -statt "sauber"- wäre wohl im Hinblick auf die Verhaltensweise dieses Hauses besser angebracht. Die inanspruchnahme von Staatsgeldern in Milliardenhöhe zum Nulltarif ist eine beleidigung für jeden anständigen Unternehmer der sich im Markt behaupten muß und die vielen Steuerzahler in diesem Lande.

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