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03.08.2015

09:16 Uhr

Milliardengewinn im ersten Halbjahr

Commerzbank-Aktionäre haben Dividende in Sicht

Die Commerzbank scheint die Krisenzeiten hinter sich zu lassen. Das teilverstaatlichte Institut konnte seinen Quartalsüberschuss fast verdreifachen. Vorstandschef Blessing jubiliert und sieht den Turnaround geschafft.

Milliardengewinn

Commerzbank-Chef Blessing darf bleiben

Milliardengewinn: Commerzbank-Chef Blessing darf bleiben

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FrankfurtDie Commerzbank hat im ersten Halbjahr einen Milliardengewinn erzielt. Das Ergebnis vor Steuern verdoppelte sich in den ersten sechs Monaten nahezu auf 1,07 (2014: 0,58) Milliarden Euro. Das teilte die Bank am Montag mit. Auch im zweiten Quartal traf das Geldhaus die Erwartungen der Analysten fast punktgenau. „Das deutlich gestiegene operative Ergebnis ist ein klarer Beweis für den erfolgreichen Turnaround der Commerzbank“, konstatierte Vorstandschef Martin Blessing. Das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut konnte seinen Überschuss auf 280 Millionen Euro fast verdreifachen. Das Institut bekräftigte den Plan, erstmals seit 2007 wieder eine Dividende zu zahlen. In der Bilanz plant sie bisher mit einer Ausschüttung von zehn Cent je Aktie.

Urteil in Frankfurt: Commerzbank ist kein „Schmuddelkind“

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Die Commerzbank zieht gegen die Schmähungen eines Branchendienstes vor Gericht und gewinnt in zweiter Instanz. Die Bank verhindert damit böse Briefe an einen besonderen Adressaten: den Deutschen Fußball-Bund.

Dabei profitierte die Bank vor allem von kräftigen Zuwächsen im Privatkundengeschäft nebst geringen Kreditausfällen. Zudem hilft die weiter gute Verfassung der deutschen Wirtschaft, das ließ auch den Gewinn im Mittelstandsgeschäft ansteigen. Die Risikovorsorge soll 2015 bei weniger als einer Milliarde Euro liegen; in den ersten sechs Monaten waren es 438 Millionen Euro. Voran ging es beim Abbau von Altlasten. In den vergangenen Wochen gelang der Verkauf von Immobilienkrediten im Umfang von 2,9 Milliarden Euro an US-Investoren.

Das sind die größten Banken Deutschlands

Platz 10 – Postbank

Bilanzsumme 2013 der Deutsche-Bank-Tochter: 161,5 Milliarden Euro

Platz 9 – Helaba

Bilanzsumme 2013 der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale: 178,1 Milliarden Euro.

Platz 8 – NordLB

Bilanzsumme 2013 der Norddeutschen Landesbank: 200,8 Milliarden Euro

Platz 7 – BayernLB

Bilanzsumme 2013 der Bayerischen Landesbank: 255,6 Milliarden Euro

Platz 6 – LBBW

Bilanzsumme 2013 der Landesbank Baden-Württemberg: 273,5 Milliarden Euro

Platz 5 – Unicredit

Bilanzsumme 2013 der Unicredit (inkl. Hypo-Vereinsbank): 290 Milliarden Euro

Platz 4 – DZ Bank

Bilanzsumme 2013 der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank: 387 Milliarden Euro

Platz 3 – KfW

Bilanzsumme 2013 der KfW-Bankengruppe: 464,8 Milliarden Euro

Platz 2 – Commerzbank

Bilanzsumme 2013: 549,7 Milliarden Euro

Platz 1 – Deutsche Bank

Bilanzsumme 2013: 1611,4 Milliarden Euro

Quelle: Die Bank/Statista

Vor wenigen Tagen wurde die Commerzbank auch noch 18 Frachtschiffe los, die sie selbst betrieb, nachdem die ursprünglichen Reeder Kredite nicht mehr bedienten. Da die Verkaufspreise etwas unter den Buchwerten lagen, werden diese Geschäfte den Gewinn des zweiten Quartals nach früheren Angaben der Bank um rund 100 Millionen Euro belasten.

Zugleich jedoch stärkt die Commerzbank mit dem Abbau ihre Kapitalpuffer weiter. Erste Ende April hatte das Institut mit einer 1,4 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung die harte Kernkapitalquote auf über zehn Prozent gehievt. Mit diesem robusten Krisenpuffer im Rücken nimmt die Commerzbank weiter Kurs auf die erste Dividendenzahlung seit der Finanzkrise.

Kommentare (3)

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Herr Jürgen Dannenberg

03.08.2015, 08:20 Uhr

Die Risikovorsorge soll 2015 bei weniger als einer Milliarde Euro liegen; in den ersten sechs Monaten waren es 438 Millionen Euro.

Die Risikovorsorge hat sich doch 2015 hin erhöht-.Sehe ich das falsch?

Herr Jürgen Dannenberg

03.08.2015, 09:00 Uhr

Müsste es nicht heißen, die Risikovorsorge sank von einer Mrd auf 438 Millionen Euro?

Account gelöscht!

03.08.2015, 10:05 Uhr

toller Vergleich der Aktienkurs von 2000 zu 2015; da gabs doch zwischendurch Kapitalerhöhungen. Und vor allem...immer diese Quartalsbetrachtung...das sagt doch eher wenig aus.

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