Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.09.2014

11:18 Uhr

Millionen-Deal

Caixa kauft spanische Barclays-Sparten

Millionen-Deal zum Wochenstart: Die Caixabank kauft der britischen Großbank seine spanischen Sparten für 800 Millionen Euro ab. Die Transaktion soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Barclays setzt auf Rückzug.

Die Caixabank-Zentrale in Madrid: Die spanische Bank nimmt 800 Millionen in die Hand. PR

Die Caixabank-Zentrale in Madrid: Die spanische Bank nimmt 800 Millionen in die Hand.

MadridDie britische Großbank Barclays trennt sich von einigen Sparten in Spanien. Für 800 Millionen Euro erwirbt Caixabank das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie die Vermögensverwaltung der Briten, wie das in Barcelona ansässige Geldhaus am Sonntagabend mitteilte. Das Investmentbanking- und Kreditkartengeschäft in Spanien verblieben bei Barclays. Caixabank ist das drittgrößte Kreditinstitut Spaniens.

Die Transaktion solle bis zum Jahresende unter Dach und Fach gebracht werden. Barclays befindet sich inmitten einer Restrukturierung, die den Abbau von fast 20.000 Stellen und den Verkauf von Geschäftsteilen vorsieht.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Barclays läutet damit den Verkauf ihrer ausländischen Filialaktivitäten ein. Für 800 Millionen Euro geht das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie die Vermögensverwaltung in Spanien an die Caixabank aus Barcelona, das drittgrößte Geldhaus des Landes. Wie beide Unternehmen mitteilten, soll die Transaktion bis zum Jahresende unter Dach und Fach gebracht werden. Das Investmentbanking und Kreditkartengeschäft in Spanien verbleiben bei Barclays.

Die Briten befinden sich gerade mitten im Umbau. Dabei werden in den nächsten Jahren Tausende Stellen gestrichen und Auslandstöchter abgestoßen. Der Fokus soll künftig neben dem Heimatmarkt auf Afrika sowie Kreditkarten und dem Investmentbanking in Großbritannien und den USA liegen. Die Privatkunden-Aktivitäten in Spanien, Italien, Frankreich und Portugal hatte das Institut bereits in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert, um sie besser verkaufen beziehungsweise separat an die Börse bringen zu können.

Die Caixabank wächst durch den Deal um 270 Filialen und 550.000 Kunden. Barclays war nach der Jahrtausendwende in Spanien rasch expandiert. Die jahrelange Rezession nach der geplatzten Immobilienpreisblase brachte aber Verluste und führte zu einem Sparkurs. Der Rückzug aus Spanien brockt Barclays nun einen Nettoverlust von rund 500 Millionen Pfund (633 Millionen Euro) ein. 400 Millionen Pfund davon werden im laufenden dritten Quartal verbucht, der Rest später

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×