Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2015

12:13 Uhr

Miserables Quartal für spanische Bank BBVA

Am Bosporus gab's ein blaues Auge

Nicht nur wegen dem Lira-Verfall hat sich die Banco Bilbao die Finger am Türkei-Geschäft verbrannt. Über eine Milliarde Euro muss Spaniens Nummer Zwei abschreiben. Der ewige Konkurrent Santander droht zu enteilen.

Finger verbrannt in der Türkei. Reuters

BBVA

Finger verbrannt in der Türkei.

Abschreibungen in der Türkei haben der spanischen Großbank BBVA einen überraschend hohen Verlust eingebrockt. Im dritten Quartal summierte sich der Fehlbetrag auf 1,1 Milliarden Euro, wie der Santander-Rivale am Freitag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten dagegen nur mit einem Minus von 875 Millionen Euro gerechnet.

BBVA hatte zuletzt seine Beteiligung an der türkischen Bank Garanti aufgestockt, um dort die Kontrolle zu übernehmen. Dafür und wegen des Verfalls der Landeswährung Lira wurden nun aber Abschreibungen in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden Euro fällig.

Spaniens Marktführer Santander hat solche Sonderlasten derzeit nicht. Angesichts der starken wirtschaftlichen Erholung im Heimatmarkt kletterte der Gewinn hier im dritten Quartal um knapp fünf Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Getragen wurde das Ergebnis von einem verbesserten Kreditgeschäft. Auch BBVA kämpfte in den Sommermonaten mit weniger geplatzten Darlehen. Dadurch stieg der Zinsüberschuss um gut 16 Prozent.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×