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02.01.2012

12:05 Uhr

Misstrauen der Banken

EZB-Einlagen gehen nur leicht zurück

Der Geldhandel zwischen den Banken ist weiterhin gestört. Die zinsungünstigen Bankeinlagen bei der Europäischen Zentralbank bleiben mit fast 414 Milliarden Euro auf hohem Niveau.

Eine Bauabsperrung vor dem Euro-Symbol an der Europäischen Zentralbank. dpa

Eine Bauabsperrung vor dem Euro-Symbol an der Europäischen Zentralbank.

FrankfurtDie Banken parken weiter ihr Geld lieber bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB über Nacht sind zu Jahresbeginn zwar gesunken, liegen aber weiter auf sehr hohem Niveau. Sie beliefen sich am Montag auf 413,9 Milliarden Euro, wie die EZB mitteilte. Am Freitag hatte der Wert noch bei 445,7 Milliarden Euro gelegen.

Die eintägigen Ausleihungen der Geschäftsbanken bei der EZB sanken am Montag ebenfalls etwas. Sie fielen von 17,3 Milliarden Euro auf 14,8 Milliarden Euro. Der Wert vom Freitag war der höchste Stand seit zwei Jahren gewesen. Die eintägigen Ausleihungen und Einlagen der Banken bei der EZB sind ein Gradmesser für das Misstrauen der Institute untereinander.

Normalerweise meiden die Institute die Möglichkeit, kurzfristig Geld bei der Notenbank auszuleihen oder anzulegen, weil die Konditionen ungünstig sind. Wegen der europäischen Schuldenkrise und des starken Engagements der Banken in Staatsanleihen funktioniert der direkte Geldhandel zwischen den Instituten aber nicht wie gewohnt - die EZB muss einspringen.

Darüber hinaus haben sich die Geschäftsbanken vergangene Woche bei der EZB mit der Rekordsumme von fast 500 Milliarden Euro für drei Jahre eingedeckt. Einen Teil dieser Mittel parken die Institute bei der Notenbank.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

02.01.2012, 12:25 Uhr

Die EZB hat den Banken 500Mio gegeben, ohne das diese das Geld brauchen.Wo sollen die auf die Schnelle hin damit.
Daraus zu schlußfolgern, daß der interne geldtransfer nicht funktioniert, ist sehr weit hergeholt.

Passt aber ins Schlechtreden der tatsächlichen Lage.

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