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10.02.2014

09:19 Uhr

Mit Kampfkonditionen

Deutsche Bank wirbt um Profi-Investoren

Um Groß-Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds anzulocken, bietet die Deutsche Bank nun wahre Kampfkonditionen an. Nur noch 0,009 Prozent des angelegten Geldes müssen abgeführt werden.

Die Deutsche Bank hat ihre Vermögensverwaltung zuletzt kräftig umgebaut. dpa

Die Deutsche Bank hat ihre Vermögensverwaltung zuletzt kräftig umgebaut.

FrankfurtDie Deutsche Bank buhlt in der Vermögensverwaltung mit Kampfkonditionen um große Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds. Die Sparte für börsennotierte Indexfonds (ETFs) kündigte am Montag an, dass Investoren bei vier ETFs künftig nur noch 0,09 Prozent der angelegten Gelder als Verwaltungskosten an die Bank zahlen müssen. „Wir wollen damit besonders große institutionelle Investoren wie Pensionsfonds, Versicherungen und Staatsfonds als Kunden gewinnen, die ihr Geld bisher nicht oder nur in geringem Ausmaß in ETFs stecken“, sagte Deutsche-Bank-Manager Simon Klein der Nachrichtenagentur Reuters.

Die vier ETFs bilden die Wertentwicklung des deutschen Leitindex Dax, des britischen FTSE 100, des EuroStoxx 50 und des amerikanischen MSCI ab. „Mit dem Angebot ist die Deutsche Bank bei den vier Indizes der billigste Anbieter am Markt“, sagt Detlef Glow, Analyst bei dem zu Thomson Reuters gehörenden Analysehaus Lipper. „Das ist eine Kampfansage an Konkurrenten wie Blackrock, Vanguard und Lyxor.“

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Bisher seien ETFs für viele Pensionsfonds zu teuer gewesen, erklärt Glow. „Viele konnten Indizes selbst billiger nachbauen.“ Mit ihrem Angebot komme die Deutsche Bank den Profi-Investoren entgegen. „Dieses Angebot wird dazu beitragen, dass der ETF-Markt als ganzes wächst“, sagt Deutsche-Bank-Manager Klein. „Zudem soll die Initiative helfen, dass wir unseren Marktanteil im ETF-Geschäft in Deutschland von derzeit 12,5 Prozent bis Ende 2015 auf mindestens 20 Prozent ausbauen.“ Die Bank plant, künftig auch andere ETFs „besonders kostengünstig“ anzubieten.

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