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09.01.2007

09:35 Uhr

Mitsui Sumitomo Insurance

Japaner versichert deutsche Firmen

Der zweitgrößte japanische Sachversicherer, die Mitsui Sumitomo Insurance (MSI), will mit der deutschen Industrie ins Geschäft kommen. Bisher versichert ihre Düsseldorfer Repräsentanz vornehmlich die Ableger japanischer Firmen wie Sony, NEC und Toyota. Sie sind bisher nur in Einzelfällen für Deutsche in Japan aktiv, etwa für Daimler-Chrysler.

rl DÜSSELDORF. Das Beitragsvolumen aus Deutschland lag 2005 bei 26,4 Mill. Euro. In den nächsten vier Jahren soll es auf gut 100 Mill. Euro wachsen, was einem Marktanteil von 1,5 Prozent entspräche. „Die Entscheidung in Deutschland ist Teil unserer Strategie des Ausbaus des internationalen Geschäfts“, sagte Masahiro Matsumoto, Geschäftsführer der für das europäische Geschäft zuständigen Tochter MSI-Europe gestern. Er stellte zugleich Reiner Gleiss (57) als Hauptbevollmächtigten der deutschen Niederlassung vor.

Gleiss kommt von Gerling, wo er die langjährige Kooperation der Kölner mit den Japanern betreut hat. „Gerling hat MSI in Deutschland geholfen und MSI Gerling in Asien“, erklärt Gleiss. Daran müsse sich nach Ansicht der Japaner nichts ändern: „Allerdings wissen wir nicht, wie der HDI reagiert.“ Auf Anfrage sagte ein HDI-Sprecher: „Beide Geschäftsbeziehungen bleiben unverändert bestehen.“ Der Konzern hat 2006 Gerling übernommen und kooperiert in Asien mit Royal & Sun Alliance.

MSI ist an langfristigen Kundenbindungen interessiert. Deshalb stört es sie auch nicht, dass die Raten im Industriegeschäft zurzeit nachgeben, was die Gewinnsituation verschlechtert. In den ersten Jahren nehmen sie ohnehin je zwei Mill. Euro Verlust in Kauf. Zur Akquise von Personal ist der Zeitpunkt zudem günstig, weil die Konkurrenz Mitarbeiter entlässt.

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