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16.05.2017

15:56 Uhr

MM Warburg

Privatbank polstert dünne Kapitaldecke auf

Dank einer Finanzspritze der Gesellschafter hat die Privatbank MM Warburg ihre Kapitaldecke aufgestockt. Im europäischen Vergleich ist die Quote damit aber immer noch unterdurchschnittlich.

Warburg war im vergangenen Jahr als eine der Banken in die Schlagzeilen geraten, die mit umstrittenen Dividendengeschäften („Cum-Ex“) zu Unrecht Kapitalertragssteuer vereinnahmt haben sollen. obs

M.M. Warburg

Warburg war im vergangenen Jahr als eine der Banken in die Schlagzeilen geraten, die mit umstrittenen Dividendengeschäften („Cum-Ex“) zu Unrecht Kapitalertragssteuer vereinnahmt haben sollen.

FrankfurtDie Hamburger Privatbank M.M. Warburg hat ihre dünne Kapitaldecke kräftig aufgebessert. Mit einer Kapitalspritze der Gesellschafter von 53 Millionen Euro sei das harte Kernkapital auf 325,5 Millionen Euro gestiegen, teilte die Bank am Dienstag mit. Die harte Kernkapitalquote liege bei 9,7 Prozent.

„Damit erfüllt die Warburg Gruppe alle aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen“, betonte die 1798 gegründete Privatbank. Im europäischen Vergleich ist die Quote damit aber immer noch unterdurchschnittlich. Warburg verwaltet mit 1232 Mitarbeitern 54,1 (2015: 51,1) Milliarden Euro für seine Kunden. Der Gewinn vor Steuern stieg im vergangenen Jahr auf 29,7 (16,0) Millionen Euro.

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Warburg war im vergangenen Jahr als eine der Banken in die Schlagzeilen geraten, die mit umstrittenen Dividendengeschäften („Cum-Ex“) zu Unrecht Kapitalertragssteuer vereinnahmt haben sollen. Das Institut war auf Betreiben der Kölner Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Warburg bekräftigte am Dienstag, die Vorwürfe seien unberechtigt. Das hätten „intensive Aufklärungsarbeiten“, auch mit externen Prüfern, bestätigt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen aber weiter.

Im Herbst hatte M.M. Warburg die regionalen Töchter Bankhaus Hallbaum (Hannover), Bankhaus Löbbecke (Berlin), Bankhaus Plump (Bremen) und Schwäbische Bank (Stuttgart) auf die Warburg Bank verschmolzen. Das soll sich in diesem Jahr in Einsparungen niederschlagen. Die damit verbundenen Personalmaßnahmen seien aber „überschaubar“.

Von

rtr

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