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02.09.2013

16:03 Uhr

Mo, 15.09.2008, 18:09

DAX schließt nach US-Hiobsbotschaften schwach

Das Drama um die großen US-Investmentbanken Lehman Brothers und Merrill Lynch infolge der Finanzmarktkrise hat die Investoren am Montag weltweit geschockt und auch den deutschen Aktienmarkt belastet.

Schockierter Wertpapierhändler an der Frankfurter Börse: Der Deutsche Aktienindex Dax fiel auf den tiefsten Stand seit Oktober 2006. dpa

Schockierter Wertpapierhändler an der Frankfurter Börse: Der Deutsche Aktienindex Dax fiel auf den tiefsten Stand seit Oktober 2006.

Mo, 15.09.2008, 18:09Das Drama um die großen US-Investmentbanken Lehman Brothers und Merrill Lynch infolge der Finanzmarktkrise hat die Investoren am Montag weltweit geschockt und auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Deutsche Aktienindex DAX schloss auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2006. Im Handelsverlauf war er zwischenzeitlich unter die Marke von 6000 Punkten gesackt und hatte beim Stand von 5942,14 Punkten den schwächsten Stand seit September 2006 markiert.

Bis Handelsende erholte er sich allerdings und schloss mit minus 2,74 Prozent bei 6064,16 Punkten. Der MDAX mittelgroßer Werte verlor 4,31 Prozent auf 7762,97 Zähler. Der TecDAX stand 3,32 Prozent tiefer bei 738,51 Punkten.

Notenbanken und Finanzbehörden wollen zur Stabilisierung der Märkte eingreifen. Die größten Bankkonzerne, darunter die Deutsche Bank, legten einen 70 Milliarden Dollar schweren Unterstützungsfonds auf. «Die Hoffnung auf eine Besserung hat sich ausradiert.

Mo, 15.09.2008, 17:17

US-Präsident Bush: Kapitalmärkte werden Bankenkrise verkraften

US-Präsident George W. Bush hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Kapitalmärkte die jüngste Bankenkrise auf lange Sicht verkraften können.

Der DAX kämpft jetzt mit der Marke von 6000 Punkten. Die Vertrauenskrise ist wieder da», sagte Marktstratege Hans-Jürgen Delp von der Commerzbank. Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank bestätigte: «Der Markt hyperventiliert. Börsianer sind bei allen Finanzwerten nun extrem vorsichtig und klopfen sie auf ihre Risiken ab.»

Nach den Hiobsbotschaften aus den USA waren alle Augen auf die Banken- und Versicherungstitel gerichtet: Commerzbank brachen am DAX- Ende um 9,03 Prozent auf 15,910 Euro ein. Deutsche Bank verloren 6,37 Prozent auf 54,210 Zähler.

Jenseits der Finanztitel sorgten BASF für Aufsehen. Der Chemiekonzern will seinen Schweizer Konkurrenten Ciba für 50 Franken je Aktie schlucken. Die Offerte bewertet das Chemieunternehmen mit 3,8 Milliarden Euro. Marktteilnehmer äußerten sich in ersten Reaktionen negativ und monierten dabei vor allem den hohen Übernahmepreis. BASF-Aktien verloren 4,15 Prozent auf 36,24 Euro.

Continental-Aktien büßten trotz einer Gewinnwarnung lediglich 0,58 Prozent auf 73,50 Euro ein und hielten sich damit überdurchschnittlich gut. Continental wird seine Gewinnziele für das laufende Jahr wegen der nochmals deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen in Nordamerika und Europa sowie der unverändert hohen Belastungen durch die gestiegenen Rohstoffkosten verfehlen. Laut Händlern kommt die Nachricht aber nicht überraschend. Wegen des laufenden Übernahmeprozesses durch Schaeffler bewege dies die Aktie nur bedingt.

Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 schloss 3,87 Prozent schwächer bei 3151,17 Punkten. In Paris und London gab es ebenfalls deutliche Kursverluste. Der New Yorker Dow Jones verlor bis zum europäischen Handelsschluss 2,60 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,05 (Freitag: 4,18 Prozent. Der Rentenindex REX kletterte um 0,44 Prozent auf 117,26 Punkte. Der Bund Future stieg um 1,01 Prozent auf 115,09 Zähler. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4151 (Freitag: 1,4066) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7067 (0,7109) Euro.

Von

dpa

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