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02.12.2016

11:28 Uhr

Monte dei Paschi

Staatshilfe zur Rettung beantragt?

Italiens Regierung hat laut einem Zeitungsbericht Staatshilfe für die schwer angeschlagene Krisenbank Monte dei Paschi beantragt. Nach den neuen EU-Vorschriften würde es nun die Kleinanleger treffen.

Monte dei Paschi kriselt

„Das italienische Bankensystem ist in keiner guten Verfassung"

Monte dei Paschi kriselt: „Das italienische Bankensystem ist in keiner guten Verfassung"

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MailandDie italienische Regierung verhandelt einem Medienbericht zufolge mit der EU-Kommission über die Bedingungen für eine Rettung der angeschlagenen heimischen Bank Monte dei Paschi. Italien habe bereits einen Antrag auf Rekapitalisierung durch den Staat gestellt, berichtete die Zeitung „Corriere della Sera“ am Freitag unter Berufung auf Insider.

Demnach ist die Brüsseler Behörde bereit, die Lasten für die vielen Kleinaktionäre zu senken. Die EU-Kommission wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern. Das Finanzministerium in Rom war zunächst nicht erreichbar für eine Stellungnahme. Lehnen die Italiener am Sonntag beim Referendum die von Ministerpräsident Matteo Renzi geplanten Verfassungsänderungen, könnte dies zu Markturbulenzen führen, die wiederum die Banken hart treffen würden.

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Die 1472 gegründete Monte dei Paschi plant bislang eine Kapitalerhöhung von rund fünf Milliarden Euro, wobei Schulden in Eigenkapital umgewandelt werden sollen. Sie schnitt beim europäischen Banken-Stresstest 2014 und 2016 am schlechtesten ab und braucht frisches Kapital, um die Verluste aus dem Verkauf fauler Kredite im Volumen von 28 Milliarden Euro auszugleichen. Wenn das nicht klappt, braucht sie Staatshilfe. Dann müssten nach den neuen Vorschriften der EU zunächst die Anteilseigner einspringen. Das wäre sehr brisant – denn 55 Prozent an Monte dei Paschi halten etwa 150.000 Kleinanleger

Von

rtr

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