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06.01.2015

01:25 Uhr

Morgan Stanley

Banker stellt geklaute Kundendaten ins Netz

Ein Mitarbeiter der US-Investmentbank Morgan Stanley hat offenbar Hunderttausende Kundendaten gestohlen. Namen oder Kontonummern von einem kleinen Teil stellte er ins Netz. Nun flog er auf - und raus.

Das Logo von Morgan Stanley auf einem Gebäude in San Diego: Die Investmentbank ist von einem Mitarbeiter bestohlen worden. Reuters

Das Logo von Morgan Stanley auf einem Gebäude in San Diego: Die Investmentbank ist von einem Mitarbeiter bestohlen worden.

New YorkEin Mitarbeiter der US-Großbank Morgan Stanley hat dem Institut zufolge die Daten von rund 350.000 Kunden gestohlen und einige von ihnen im Internet veröffentlicht. Dem Mitarbeiter sei gekündigt worden, teilte das Geldhaus am Montag mit. Nach bisherigen Erkenntnissen sei den betroffenen Kunden kein finanzieller Schaden entstanden.

Die Daten umfassen laut Angaben von Morgan Stanley keine Passwörter und Sozialversicherungsnummern. Das Problem sei rasch erkannt und beseitigt worden, heißt es in der Mitteilung. Alle potenziell betroffenen Kunden sollen informiert werden.

Der Diebstahl sei am 27. Dezember im Rahmen einer Routinekontrolle entdeckt worden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Von 900 Kunden der Vermögensverwaltung habe der Mitarbeiter Informationen wie Namen oder Kontonummer im Internet verbreitet, offenbar in der Absicht, die übrigen Datensätze zu verkaufen. Wie es dem Mitarbeiter gelang, an die Daten zu kommen, blieb zunächst unklar.

Morgan Stanley habe die betroffenen Kunden bereits informiert und die Kontonummern geändert, teilte das Geldhaus weiter mit. Zudem informierte die Großbank nach eigenen Angaben die Aufsichtsbehörden. Eine der Angelegenheit vertraute Person sagte, dass die US-Bundespolizei FBI den Datenklau untersuche.

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