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17.10.2014

14:54 Uhr

Morgan Stanley

Eine Bank erfreut ihre Investoren

Der Handel mit Anleihen und Aktien floriert und spült der US-Investmentbank Morgan Stanley Milliarden in die Kassen. Die Großbank konnte auch bei der Vermögensverwaltung zulegen und jagt weiterhin die Nummer eins.

Firmenlogo von Morgan Stanley. Die Investmentbank hat im vergangenen Quartal 1,65 Milliarden Dollar verdient. Reuters

Firmenlogo von Morgan Stanley. Die Investmentbank hat im vergangenen Quartal 1,65 Milliarden Dollar verdient.

New YorkDie US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihren Gewinn im dritten Quartal fast verdoppelt. Weil der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Aktien anzog und auch die Vermögensverwaltung zulegte, kletterte der Überschuss um 87 Prozent auf 1,65 Milliarden Dollar, wie der Goldman-Sachs-Rivale am Freitag mitteilte. Morgan-Stanley-Aktien zogen daraufhin im vorbörslichen Handel um knapp sechs Prozent an.

Goldman hatte seine Bilanz am Donnerstag vorgelegt. Hier stieg der Gewinn um die Hälfte auf 2,1 Milliarden Dollar. Für die führende Investmentbank an der Wall Street war es das stärkste dritte Quartal seit 2009, als die Weltwirtschaftskrise die Märkte nach unten gerissen hatte. Die Zahlen aus den USA dürften der Deutschen Bank Mut machen, die Ende des Monats Details zur Geschäftsentwicklung veröffentlichen will. Auch die Frankfurter sind im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren traditionell stark vertreten.

Größte Vermögensverwalter der Welt

Platz 10

Deutsche Bank (Deutschland)

380 Milliarden Dollar (Vorjahr: 387 Mrd. $)

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking. Stand jeweils Ende 2013 im Vergleich zu 2012.

Platz 9

HSBC (Großbritannien)

382 Milliarden Dollar (Vorjahr: 398 Mrd. $)

Platz 8

BNP Paribas (Frankreich)

383 Milliarden Dollar (Vorjahr 349 Mrd. $)

Platz 7

Raymond James Financial (USA)

454 Milliarden Dollar (398 Mrd. $)

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

660 Milliarden Dollar (647 Mrd. $)

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

887 Milliarden Dollar (Vorjahr: 862 Mrd. $)

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1618 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1200 Mrd. $)

Platz 3

Morgan Stanley (USA)

1909 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 2

Bank of America (USA)

2002 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1800 Mrd. $)

Platz 1

UBS (Schweiz)

2055 Milliarden Dollar (Vorjahr: 1747 Mrd. $)

Die Einnahmen aus diesem Bereich erhöhten sich bei Morgan Stanley um knapp 20 Prozent auf 997 Millionen Dollar. Bei Goldman betrug das Plus der Handelssparte für Bonds, Währungen und Rohstoffe 74 Prozent, womit auch JP Morgan, Bank of America und die Citigroup in den Schatten gestellt wurden.

Der Anleihenhandel zählt mit zu den schwankungsanfälligsten Bereichen im Investmentbanking. Zuletzt herrschte hier immer wieder eine Flaute, weil sich viele Investoren wegen der historisch niedrigen Leitzinsen zurückhielten. Erst im September, als die Europäische Zentralbank den Ankauf von Pfandbriefen und Kreditverbriefungen ankündigte, kam wieder Schwung in den Markt. Zudem wird auf steigende Zinsen in den USA spekuliert, was den Handel belebt.

Morgan Stanley hat sein Engagement im Anleihenhandel allerdings seit der Finanzkrise zurückgefahren. Goldman Sachs profitiert davon, auch weil andere Konkurrenten auf Sparkurs sind. Dafür baut Morgan Stanley die Vermögensverwaltung aus, die weniger stark schwankt und so für stabilere Einnahmen sorgt. In dem Bereich kletterten sie im abgelaufenen Quartal um neun Prozent auf 3,79 Milliarden Dollar.

Von

rtr

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