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25.10.2016

17:53 Uhr

N26

Smartphone-Bank mit kostenpflichtigem Konto

Mit einem kostenlosen Konto Geld verdienen? Das ist für die Smartphone-Bank N26 eine Herausforderung. Daher gibt es jetzt auch ein kostenpflichtiges Konto – zu einem branchenüblichen Preis.

N26 (früher: Number 26) besitzt mittlerweile eine eigene Banklizenz.

Konto-App

N26 (früher: Number 26) besitzt mittlerweile eine eigene Banklizenz.

FrankfurtDie Berliner Smartphone-Bank gilt als eines der erfolgreichsten deutschen Finanz-Start-ups und als Herausforderer etablierter Banken. Rund 200.000 Kunden hat N26, das sich bis vor kurzem Number 26 nannte, inzwischen. Seit kurzem operiert die Firma sogar mit einer eigenen Banklizenz.

Jetzt startet N26 eine neue Girokonto-Variante. Das Premium-Konto kostet 5,90 Euro im Monat und beinhaltet eine Kreditkarte sowie bestimmte Versicherungen. Der Kunde bekommt eine Mastercard mit einjähriger Laufzeit. Dazu gibt es ein Versicherungspaket der Allianz, das Smartphone-Diebstahl versichert und eine Auslandskrankenversicherung beinhaltet. Preislich ist dies mit herkömmlichen Girokonten durchaus vergleichbar.

Internationale Expansion geplant: Finanz-Start-up Number26 bekommt Banklizenz

Internationale Expansion geplant

Finanz-Start-up Number26 bekommt Banklizenz

Das Berliner Start-up will europaweit als Bank auftreten - mit einem deutlich günstigeren Girokonto gegenüber traditionellen Wettbewerbern. Die neue N26 Bank wird ein Ex-Chef einer deutschen Direktbank leiten.

Das neue Konto nennt sich „N26 Black“ - die dazugehörige Mastercard ist matt schwarz. „Young-Professionals“, also junge Berufstätige, die oft reisen, will N26 damit erreichen. Die Versicherung entspreche ihrem Lifestyle, findet Valentin Stalf, Firmengründer und Chef. Das N26 Black richtet sich an Kunden in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und Irland.

N26 ist eine junge Finanztechnologiefirma (Fintech), die besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, weil sie traditionelle Geldhäuser in deren Kerngeschäft angreift – zu Beginn mit reinen Gratiskonten. Dabei agiert das Start-up mit N26 Black mittlerweile ein Stück mehr wie viele etablierte Banken. Denn Zusatzleistungen für einen Aufpreis gibt es in vielen Kontomodellen, auch Kreditkarten mit Versicherungen findet man häufig.

Größte deutsche Direktbanken nach Kundenzahl

Platz 10

Norisbank

500.000 Kunden (12/2014)

Platz 9

DAB Bank

582.000 Kunden (12/2014)

Platz 8

Advanzia Bank

660.000 Kunden (10/2015)

Platz 7

BMW Bank

770.000 Kunden (Ende 2012)

Platz 6

Consorsbank

843.000 Kunden (09/2015)

Platz 5

Mercedes-Benz Bank

1,112 Millionen Kunden (12/2014)

Platz 4

Volkswagen Bank

1,184 Millionen Kunden (12/2014)

Platz 3

Comdirect Bank

1,957 Millionen Kunden (08/2015)

Platz 2

DKB, Deutsche Kreditbank AG

3,16 Millionen Kunden (09/2015)

Platz 1

ING-Diba

7,975 Millionen Kunden (12/2015)

Quelle

modern-banking.de, Stand: Ende 2015

Wie sehr etablierte Kreditinstitute N26 beobachten, zeigt auch, dass einige große Sparkassen an einer eigenen Smartphone-Bank basteln. „Yomo“ für „Your Money“ soll bald starten – ob als Gratis-Konto oder mit Gebühr haben die Sparkassen aber noch nicht mitgeteilt.

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