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17.10.2014

18:00 Uhr

Nach Bank-Pleite

Familien-Holding Espirito Santo wird aufgelöst

Der portugiesische Bankerclan Espirito Santo steht vor dem Bankrott. Ein Gericht ordnete die Auflösung beider Familien-Holdings an. Damit sterben auch die Hoffnungen der Familie, die Gesellschaften sanieren zu können.

Die Banco Espirito Santo, Portugals größte börsennotierte Bank, war mit in den Sog der Krise des Familien-Imperiums gezogen worden und hatte im August mit 4,9 Milliarden Euro aufgefangen werden müssen. AFP

Die Banco Espirito Santo, Portugals größte börsennotierte Bank, war mit in den Sog der Krise des Familien-Imperiums gezogen worden und hatte im August mit 4,9 Milliarden Euro aufgefangen werden müssen.

LissabonNach der Pleite der portugiesischen Bank Espirito Santo steht auch die gleichnamige Gründerfamilie vor dem Bankrott. Die beiden in Luxemburg angesiedelten Familien-Holdings Rioforte und Espirito Santo International (ESI) werden liquidiert, wie ein Gericht in Luxemburg am Freitag entschied. Damit zerstoben die Hoffnungen der Familie, die Gesellschaften vor den Gläubigern zu schützen und sanieren zu können.

ESI war Buchprüfern zufolge vor gut einem Jahr bereits mit 6,4 Milliarden Euro verschuldet. Die Banco Espirito Santo, Portugals größte börsennotierte Bank, war mit in den Sog der Krise des Familien-Imperiums gezogen worden und hatte im August mit 4,9 Milliarden Euro aufgefangen werden müssen.

In Rioforte hatte die Familie ihren Besitz außerhalb der Finanzbranche gebündelt. Er reicht von großen Landflächen südlich der Hauptstadt Lissabon, auf denen ein Ferien-Resort entstehen sollte, über ein Pharmaunternehmen bis zu einem Reisebüro.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

Die Mega-Pleite hat auch die Staatsanwaltschaft in Portugal auf den Plan gerufen, die den Fall zusammen mit der Notenbank, der Börsenaufsicht und der Polizei untersucht.

Von

rtr

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