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14.01.2016

17:32 Uhr

Nach Korruptionsskandal

Ex-IWF-Chef Rato droht Haftstrafe

Die spanische Staatsanwaltschaft will den ehemaligen IWF-Chef, Rodrigo Rato, wegen Korruption hinter Gitter bringen. Dem 66-Jährigen drohen bis zu viereinhalb Jahre Haft.

Rato, der den IWF zwischen 2004 und 2007 geleitet hatte, war zwischen 2010 und 2012 Präsident von Bankia gewesen. Die Bankengruppe musste später wegen Schieflagen im Kreditgeschäft vom Staat gerettet werden. Reuters

Rodrigo Rato

Rato, der den IWF zwischen 2004 und 2007 geleitet hatte, war zwischen 2010 und 2012 Präsident von Bankia gewesen. Die Bankengruppe musste später wegen Schieflagen im Kreditgeschäft vom Staat gerettet werden.

MadridDie Staatsanwaltschaft in Spanien will den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds, Rodrigo Rato, in einem Skandal um den Missbrauch von Kreditkarten für viereinhalb Jahre hinter Gitter bringen. Der 66-Jährige gehöre zu einem Personenkreis, der Kreditkarten der spanischen Bankengruppe Bankia zwischen 2003 und 2012 für unerlaubte und undeklarierte Ausgaben eingesetzt habe, teilte das Büro der für Korruptionsfälle zuständigen Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

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Rato, der den IWF zwischen 2004 und 2007 geleitet hatte, war zwischen 2010 und 2012 Präsident von Bankia gewesen. Die Bankengruppe musste später wegen zahlreicher Schieflagen im Kreditgeschäft nach dem Ende des Immobilienbooms vom Staat gerettet werden. Gegen Rato wird auch noch wegen anderer Vorwürfe ermittelt. Von 1996 und 2004 war er Wirtschaftsminister für die konservative Volkspartei. Rato bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Die PP ringt unter Parteichef Mariano Rajoy derzeit darum, trotz Verlustes der Mehrheit bei den Wahlen vom Dezember weiterregieren zu können.

Von

ap

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