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15.01.2008

19:48 Uhr

Nach Kurseinbruch

HRE-Chef will von Rücktritt nichts wissen

Nach der Meldung über Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe verzeichnet die Aktie des Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate einen dramatischen Kurseinbruch. Doch Bankchef Georg Funke schließt einen Rücktritt aus. Seiner Einschätzung nach steht die Bank nun besser da als jemals zuvor.

Sieht keinen Anlass zum Rücktritt: HRE-Chef Georg Funke Foto: dpa dpa

Sieht keinen Anlass zum Rücktritt: HRE-Chef Georg Funke Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Trotz des drastischen Kurseinbruchs des Hypo-Real-Estate-Aktie schließt Bankchef Georg Funke einen Rücktritt kategorisch aus. „Ich sehe keinen Anlass“, sagte der Banker am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Das Management habe sich keine Fehler vorzuwerfen. Andere Bankvorstände wären froh, wenn in einer so komfortablen Lage zu sein.

Zuvor hatte die Bank die Märkte aus dem Nichts heraus mit einer Abschreibung über 295 Mill. Euro auf Engagements in strukturierten Finanzprodukten („Collateralized Debt Obligations“, CDOs) geschockt. Die Aktie verlor darauf hin mehr als ein Drittel an Wert. Sie sackte um 35,2 Prozent auf 21,64 Euro.

Im Zuge der Finanzkrise haben bereits die Bosse mehrerer namhafter Institute ihren Hut nehmen müssen. Dazu gehören etwa Citigroup-Chef Charles Prince oder Stanley O’Neal von Merrill Lynch. Allerdings waren hier die Belastungen ungleich höher.

Für Verärgerung sorgte bei der HRE vor allem der Umstand, dass die Münchener seit dem Sommer betont hatten, von der Krise nicht berührt zu sein. Für das dritte Quartal hatten sie lediglich Wertberichtigungen in Höhe von vier Mill. Euro ausgewiesen. Dabei wurden de facto 265 Mill. Euro gegen die Bewertungsreserve gerechnet.

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