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29.03.2013

16:32 Uhr

Nach Polizeirazzia

Deutsche Bank stellt Versäumnisse bei CO2-Affäre fest

In der Affäre um den Handel mit CO2-Zertifikaten erkennt die Rechtsabteilung der Bank Fehler. Zu den Beschuldigten gehört auch Co-Chef Jürgen Fitschen – personelle Konsequenzen auf der Führungsebene jedoch gibt es keine.

Medienwirksam hat die Polizei eine Durchsuchung der Bankentürme vorgenommen — dabei ging es vor allem um die Zertifikate. Reuters

Medienwirksam hat die Polizei eine Durchsuchung der Bankentürme vorgenommen — dabei ging es vor allem um die Zertifikate.

FrankfurtDie Deutsche Bank hat laut dem "Spiegel" in der Affäre um den Handel mit CO2-Zertifikaten eigene Fehler festgestellt. Eine interne Untersuchung habe Versäumnisse der Rechtsabteilung ergeben, berichtete das Magazin am Freitag. Daten seien teils automatisch gelöscht worden. Die Bank wolle nun ihre Abläufe überarbeiten. Personelle Konsequenzen auf der Führungsebene seien nicht geplant. Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

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Zu den 25 Mitarbeitern der Bank, gegen die in der Affäre um Steuerbetrug im Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten ermittelt wird, gehören auch Co-Chef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause. Fitschen hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.

500 Polizisten und Steuerfahnder hatten im Dezember die Frankfurter Bank-Türme durchsucht. Die Polizei hatte damals vier Angestellte wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Vertuschung vorübergehend in Untersuchungshaft genommen. Dabei handelt es sich Finanzkreisen zufolge um Mitarbeiter der Rechts- und der IT-Abteilung, darunter ein Jurist, der die Bank bei Rechtsstreitigkeiten vertritt. Einigen von ihnen wird vorgeworfen, E-Mails zu den fraglichen Geschäften gelöscht zu haben, um sie den Ermittlern vorzuenthalten.

Fitschen und Krause sind nach Angaben der Bank ins Visier der Ermittler geraten, weil sie die Umsatzsteuererklärung für 2009 unterschrieben hatten. Die Bank hatte die Erklärung später zwar korrigiert und auf Steuererstattungen "vorläufig verzichtet" - nach Ansicht der Ermittler kam dieser Schritt aber zu spät.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Gast

29.03.2013, 17:01 Uhr

Die Tatsache das der Emissionshandel existiert ist schon ein Armutszeugnis an unsere Finanz-Gesellschaft

Mazi

29.03.2013, 17:05 Uhr

Wen wundert das heute?

Es wäre einfach, den Stab über der Deutschen Bank zu brechen, aber wer stellt da nicht die Frage nach denen, deren ureigenste und alleinige Aufgabe es war, die Deutsche Bank zu beaufsichtigen, sie zu überwachen?

Erst wenn dort Konsequenzen eingefordert werden, darf man davon ausgehen, dass dort auch überwacht wird.

kittchen

29.03.2013, 19:57 Uhr

jeder andere geo säß bei den summen,um die es bei dem betrug geht,in u-haft bis er schwarz wird.

die obergauner indessen laufen frei herum mal kucken wann sie im kanzleramt speisen

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