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02.08.2013

16:45 Uhr

Nach Verlusten im Vorjahr

VR Leasing wieder im Plus

Das Sparprogramm des Leasing-Finanzierers zahlt sich aus: Nach starken Verlusten im Vorjahr kann die genossenschaftliche VR Leasing für das erste Halbjahr 2013 einen Gewinn vorweisen.

Die VR Leasing schreibt wieder schwarze Zahlen. plainPicture

Die VR Leasing schreibt wieder schwarze Zahlen.

FrankfurtDer genossenschaftliche Leasing-Finanzierer VR Leasing schreibt nach einer radikalen Schrumpfkur wieder schwarze Zahlen. In den ersten sechs Monaten standen vor Steuern 13,1 Millionen Euro Gewinn zu Buche, wie das Eschborner Unternehmen am Freitag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte VR Leasing noch 31,3 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet. Grund für die Wende war vor allem eine auf 34,7 Millionen Euro halbierte Risikovorsorge für faule Kredite. VR Leasing hatte sich mit seiner Expansion nach Mittel- und Osteuropa verhoben. Nachdem die Konjunktur dort einbrach, häuften sich die Verluste.

Vorstandschef Theophil Graband dreht das Rad nun wieder zurück. Die 2005 gegründete russische Tochter FB-Leasing mit 100 Mitarbeitern und 400 Leasingverträgen wurde zu einem ungenannten Preis an die Expobank aus Moskau verkauft. Zuvor hatte Graband sich vom Autoflotten-Geschäft und vom Geschäft mit Autohändlern getrennt und war aus dem Immobilien-Leasing ausgestiegen. Als nächstes steht der Verkauf der Wiener VB Leasing International an, an der VR-Leasing und die österreichische ÖVAG je 50 Prozent halten. VB Leasing ist in Mittel- und Osteuropa aktiv. Die teilverstaatlichte Volksbanken-Holding ÖVAG muss ihren Anteil bis 2014 verkaufen, als möglicher Käufer gilt die österreichische RZB Raiffeisen Zentralbank.

Graband will den Umbau bis 2017 abgeschlossen haben. „Die strategische Zielrichtung hat alleine die Konzentration auf die Bedürfnisse der Volksbanken und Raiffeisenbanken und deren Mittelstandskunden im Blick“, sagte er. Die Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ hatten die VR Leasing im Frühjahr mit 240 Millionen Euro gestützt, weil ihr Eigenkapital wegen der Bereinigung der Altlasten in Osteuropa aufgebraucht war. 2012 schrieb VR Leasing nach deutschem Bilanzrecht (HGB) rund 200 Millionen Euro Verlust.

Von

rtr

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