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25.11.2015

17:40 Uhr

Nach Wirtschaftssanktionen

Russland will mit 20 Milliarden Dollar eine Bank retten

Die russische staatliche Entwicklungsbank VEB leidet unter den Sanktionen, die der Westen im Zuge der Ukraine-Krise gegen Russland verhängt hat. Jetzt muss das Institut mit einer immensen Summe gerettet werden.

Die Bank war maßgeblicher Geldgeber für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Reuters

Aufsichtsrat-Versammlung der VEB-Bank in Moskau

Die Bank war maßgeblicher Geldgeber für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi.

Russland will bis zu 20 Milliarden Dollar in die Stützung seiner staatlichen Entwicklungsbank VEB pumpen. "Das ist die Zahl, die derzeit diskutiert wird", sagte Finanzminister Anton Siluanow im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug müsse die VEB aber ihr Geschäftsmodell ändern. Klar sei, dass die VEB gerettet werden müsse.

"Denn sonst würde das die Kreditwürdigkeit unserer Finanzinstitutionen belasten." Eventuell könne sogar das Rating der russischen Föderation unter Druck geraten.

Siluanow ließ in dem am Dienstag geführten Interview sowohl die Form möglicher Finanzhilfen als auch den Zeitraum offen. Er sagte lediglich, mit 20 Milliarden Dollar wären die Verpflichtungen des Instituts "über mehrere Jahre" gedeckt.

Die größten Banken Europas (nach Marktkapitalisierung)

Platz 10

Intesa Sanpaolo
Italien
28,472 Milliarden Euro

Stand: Anfang Juli 2016. Quelle: S&P Global Market Intelligence

Platz 9

Nordea Bank
Schweden
30,411 Milliarden Euro

Platz 8

Banco Bilbao
Spanien
32,701 Milliarden Euro

Platz 7

ING Groep
Niederlande
35,7527 Milliarden Euro

Platz 6

PAO Sberbank of Russia
Russland
40,396 Milliarden Euro

Platz 5

UBS Group
Schweiz

43,209 Milliarden Euro

Platz 4

Lloyds Banking Group

Großbritannien

46,368 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

49,393 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

49,495 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

110,804 Milliarden Euro

Das Finanzministerium ist gegen deren Einsatz, weil dadurch direkt der Staatshaushalt betroffen wäre, der angesichts des niedrigen Ölpreises und der schwachen Wirtschaft bereits unter Druck ist.

Die VEB leidet unter den Sanktionen, die der Westen gegen Russland im Ukraine-Streit verhängt hat. Zudem hatte die Zeitung "Kommersant" jüngst berichtet, dass die Bank Probleme habe wegen einer großen Zahl fauler Kredite in ihren Büchern. Sie war maßgeblicher Geldgeber für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi und hat russischen Investoren acht Milliarden Dollar für Projekte in der Ost-Ukraine geliehen - wo nun aber seit langem gekämpft wird.

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