Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.09.2011

12:28 Uhr

National Bank of Greece

Bank-Chef entschieden gegen Euro-Ausstieg

Vorstandschef der National Bank of Greece findet es „dumm und lächerlich“ zu glauben, dass Griechenland mit der Drachme wieder wettbewerbsfähig werden könne. Dann könnte der Staat seine Schulden niemals zurückzahlen.

Riesige Replik einer Drachme-Münze im Stadtzentrum von Athen. dpa

Riesige Replik einer Drachme-Münze im Stadtzentrum von Athen.

AthenDer Chef der größten privaten Bank Griechenlands hat sich entschieden gegen einen Austritt seines Landes aus der Euro-Zone gestellt. Es sei „dumm und lächerlich“ zu glauben, dass Griechenland mit einer eigenen Währung wieder wettbewerbsfähig werden könne, sagte der Vorstandschef der National Bank of Greece, Vassilis Rapanos, vor deutschen Journalisten in Athen. Eine Wiedereinführung der Drachme werde nur die Inflation und die Kreditzinsen in die Höhe treiben, sagte der Bank-Manager. So könnten weder der griechische Staat noch die Griechen selbst ihre Schulden zurückzahlen.

Für mehr Wettbewerbsfähigkeit brauche Griechenland Reformen, sagte Rapanos. „Wenn es der griechischen Regierung gelinge, die ausufernde Bürokratie abzubauen, Privilegien zu kappen und die Steuerverwaltung zu modernisieren, könne das griechische Volk «wahre Wunder vollbringen“. Die geplanten Reformen seien einschneidend und für viele Menschen „sehr schmerzhaft“. Griechenland entwickele sich aber gerade zu „einem neuen Land“ und habe daher noch eine Chance verdient. „Griechenland ist ein integraler Bestandteil Europas, trotz unserer Probleme.“

Um einer Staatspleite zu entgehen, ist Griechenland auf Hilfsgeld des Internationalen Währungsfonds, der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) angewiesen. Vor der Freigabe der nächsten Tranche muss jedoch eine Experten-Troika Athens Fortschritte bei den Spar- und Reformmaßnahmen bewerten. Darüber will Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos erneut mit den Vertretern der wichtigsten Gläubiger sprechen. Da die Spar- und Reformbemühungen nur schleppend vorankommen, wird immer wieder auch über einen Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone spekuliert.

Von

afp

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

MIRO

20.09.2011, 14:17 Uhr

...von welcher Wettbewerbsfähigkeit spricht hier der Chef
der National Bank of Grece.Außer ein bischen Tourismus und
Oliven hat das Land wirklich nichts zu bieten.Was in diesem Land aber immer gut funktioniert hat und tut ist die Koruption (hoch drei ).Das beherschen sie.Der Ausstieg aus dem Euro und die Wiedereinführung der Drachme ist für Griechenland die einzige Chance seine Schulden zu bezahlen indem es die Drachme entsprechend abwertet.Zum anderen tragen dann auch die "Investoren sprich Zockerbanken" das wirtschaftliche Risiko für ihr handeln und nicht der deutsche Steuerzahler.Die Ankündigung aus Griechenland über eine Volksabstimmung ist richtig.Das griechische Volk muß entscheiden was es will und nicht die hirnrissigen Eurokraten in Brüssel und Berlin.

Account gelöscht!

20.09.2011, 14:35 Uhr

Ja wahrlich da hatten die Griechen wahre Vorbilder gehabt, von den "Erfindern der Korruption" Siemens, Mercedes, Ferrostaal, HDW usw. abzugucken.
Was das Land ausser Oliven hat? Die größte private Seefahrtsflotte darunter Attica Group, Hellenic Seaways, ANEK, Coca-Cola 3E, Pharma Unternehmen sind dort ansässig wie Galenica SA, Lebensmittelindustrie Vivarta, FAGE, Erneuerbare Energien, Shipyards etc. etc.
Was hast du vorzuweisen Mr. Hartz 4?

Account gelöscht!

20.09.2011, 15:16 Uhr

Quark mit Soße!
"Was in diesem Land aber immer gut funktioniert hat und tut ist die Koruption"
Korruption ist auch in den westlichen Industriestaaten ein alltägliches Geschäft. Siemens ist/war da keine Ausnahme! Was wird nicht alles angestellt um den Zuschlag für ein Großprojekt zu bekommen?!
"Der Ausstieg aus dem Euro und die Wiedereinführung der Drachme ist für Griechenland die einzige Chance seine Schulden zu bezahlen"
Die Abschaffung des EUR und die Wiedereinführung der Drachme würde zu einer sofortigen Insolvenz dieses Landes führen! Folge wären massive Abschreibungen bei franzöischen und deutschen Banken, da diese zu großen Teilen in Griechenland investiert sind. Dies könnte zum Zusammenbruch (Stichwort: Kettenreaktion) des europäischen Finanzsektors führen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×