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27.01.2015

12:37 Uhr

Negativzins

UBS erhebt Gebühren auf Einlagen

Auch die UBS erhebt jetzt für Einlagen einiger Großkunden Gebühren. Die Schweizer Großbank begründet das mit den außerordentlichen Marktbedingungen und verschärften Vorschriften für die Liquiditätshaltung.

Die UBS erhebt auf Einlagen bestimmter Großkunden Gebühren. Reuters

Die UBS erhebt auf Einlagen bestimmter Großkunden Gebühren.

ZürichDie UBS führt wie andere Schweizer Großbanken eine spezielle Gebühr auf Konto-Einlagen großer Kunden ein. UBS werde in der Schweiz eine individuelle Gebühr auf hohe Guthaben von Firmen, institutionellen Kunden sowie juristischen Körperschaften erheben, teilte das Institut am Dienstag mit.

Bisher muss die Großbank keine Negativzinsen auf ihre Einlagen bei der Schweizerischen Nationalbank zahlen. Das hat mit einer von der SNB festgelegten Freigrenze zu tun, die umso höher ausfällt, je größer das traditionelle Spar- und Kreditgeschäft einer Bank ist.

Die UBS begründete ihren Schritt mit den außerordentlichen Marktbedingungen in Kombination mit verschärften regulatorischen Vorschriften für die Liquiditätshaltung. Mitte Januar hob die Schweizerische Nationalbank (SNB) den den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken auf und führte Negativzinsen von 0,75 Prozent auf Einlagen von Banken bei der Notenbank ein. Zudem schob die SNB das Zielband für ihren Referenzzins Dreimonats-Libor in den Minusbereich.

Auch die Credit Suisse und die Zürcher Kantonalbank wollen spezielle Gebühren auf Einlagen von Großkunden erheben. Welche Kunden genau betroffen sind und wie hoch die Gebühren ausfallen, sagen die Banken nicht.

Mit Negativzinsen will die Schweizerische Nationalbank erreichen, dass internationale Anleger weniger Geld in der Schweiz parken - und der Aufwertungsdruck auf den Franken nachlässt. Nach der Aufhebung des Mindestkurses Mitte Januar sackte der Euro auf einen Kurs von unter einem Franken ab. Derzeit notiert die Gemeinschaftswährung wieder leicht höher bei Kursen um 1,01 Franken.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

27.01.2015, 13:23 Uhr

Wenn jetzt Schweizer Banken von den deutschen Kunden Bankgebühren verlangen, die die Zinseinnahmen übersteigen, führt dies dann in der Steuererklärung des deutschen Kunden zu Verlusten, die mit positiven Einkommen in deren Steuer verrechnet werden.

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