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17.03.2016

15:48 Uhr

Negativzinsen für große Vermögen

Sparkasse denkt über Strafzinsen für Reiche nach

Die Sparkasse Oberhausen möchte ihre vermögenden Privatkunden zur Kasse bitten. Man schließe Strafzinsen für Kunden, die Geldbeträge im siebenstelligen Bereich anlegen wollten, nicht mehr aus.

Vermögende Kunden könnten schon Bald beim Sparen draufzahlen. dapd

Strafzinsen

Vermögende Kunden könnten schon Bald beim Sparen draufzahlen.

OberhausenAngesichts des andauernden Zinstiefs schließt die Sparkasse Oberhausen die Einführung von Strafzinsen auch für reiche Privatkunden nicht mehr grundsätzlich aus. „Wir können Negativzinsen in Zukunft auch für Privatkunden nicht mehr ausschließen“, sagte Oberhausens Sparkassen-Chef Bernhard Uppenkamp am Mittwoch der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Sollte man sich zu einem solchen Schritt entschließen, wären davon jedoch nur vermögende Kunden betroffen, die Geldbeträge im siebenstelligen Bereich anlegen wollten, so der Sprecher am Donnerstag. Zeitungen der Funke Mediengruppe hatten zuerst über die Äußerungen berichtet. „Da wird kein privater Sparkunde in absehbarer Zeit betroffen“, sagte er weiter. Man werde neue Großkunden mit Millionenbeträgen nicht abweisen, denkbar seien aber künftig Verträge, die Strafzinsen erlaubten.

EZB und Negativzinsen: „Sparkassen müssen selbst über Bargeld entscheiden“

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„Sparkassen müssen selbst über Bargeld entscheiden“

Der Präsident des Bayerischen Sparkassenverbandes hat in einem Brief an die Mitgliedern erklärt, wie sie mehr Bargeld einlagern können. Im Interview erläutert Ulrich Netzer, wie der Brief wirklich zu verstehen ist.

Bislang werden nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) noch von keiner Sparkasse derartige Strafzinsen von Privatkunden erhoben. Damit würden solche Negativzinsen, die die Europäische Zentralbank (EZB) für geparkte Gelder von Banken verlangt, an bestimmte Kunden weitergegeben. Für andere Banken sind Negativzinsen allerdings nichts Neues. Sie geben den Negativzins an ihre Kunden weiter – allerdings waren bislang nur institutionelle Kunden und Großanleger von dem Strafzins betroffen.

Die Sparkassen – wie auch Banken – haben angesichts des Niedrigzinsumfelds Schwierigkeiten, an der Differenz zwischen den Zinsen im Einlagen- und Kreditgeschäft zu verdienen. Zuletzt hat sich die Lage durch die weitere Zinssenkung seitens der EZB. Diese senkte den Banken-Strafzins von 0,3 auf 0,4 Prozent und den Leitzins auf Null. Die Hoffnung der Zentralbanker: Wenn es sich für die Banken nicht mehr lohnt, ihr Geld bei der EZB zu parken, hätten sie den Anreiz, es an Firmenkunden weiterzugeben. Vor allem die schwächeren Ökonomien der südeuropäischen Staaten sollten so profitieren. Deren Unternehmen kämen so leichter an die Liquidität.

Top- und Flop-5 der Anlageberatung (Stiftung Warentest, 01/2016)

Top 1

Frankfurter Volksbank
Lösen des Anlageproblems: 2,5
Ermitteln des Kundenstatus: 1,3
Produkt- und Kosteninformation: 2,0
Gesprächsablauf: 1,6
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 0
Gesamtnote: gut (2,2)

Top 2

Sparda-Bank Berlin
Lösen des Anlageproblems: 2,5
Ermitteln des Kundenstatus: 1,4
Produkt- und Kosteninformation: 2,5
Gesprächsablauf: 2,2
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 0
Gesamtnote: gut (2,3)

Top 3

Nassauische Sparkasse
Lösen des Anlageproblems: 2,2
Ermitteln des Kundenstatus: 2,5
Produkt- und Kosteninformation: 3,8
Gesprächsablauf: 1,7
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 0
Gesamtnote: gut (2,5)

Top 4

Berliner Sparkasse
Lösen des Anlageproblems: 2,8
Ermitteln des Kundenstatus: 1,6
Produkt- und Kosteninformation: 2,7
Gesprächsablauf: 2,1
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 0
Gesamtnote: befriedigend (2,6)

Top 5

Commerzbank
Lösen des Anlageproblems: 2,8
Ermitteln des Kundenstatus: 1,3
Produkt- und Kosteninformation: 2,8
Gesprächsablauf: 2,1
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 0
Gesamtnote: befriedigend (2,6)

Flop 1

Deutsche Postbank
Lösen des Anlageproblems: 4,5
Ermitteln des Kundenstatus: 1,9
Produkt- und Kosteninformation: 3,0
Gesprächsablauf: 2,1
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 0
Gesamtnote: ausreichend (3,8)

Flop 2

BW-Bank
Lösen des Anlageproblems: 3,2
Ermitteln des Kundenstatus: 2,7
Produkt- und Kosteninformation: 3,7
Gesprächsablauf: 2,1
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 3
Gesamtnote: ausreichend (4,1)

Flop 3

Sparkasse Leipzig
Lösen des Anlageproblems: 3,7
Ermitteln des Kundenstatus: 1,5
Produkt- und Kosteninformation: 4,0
Gesprächsablauf: 1,8
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 3
Gesamtnote: ausreichend (4,3)

Flop 4

Hypo-Vereinsbank
Lösen des Anlageproblems: 4,6
Ermitteln des Kundenstatus: 2,2
Produkt- und Kosteninformation: 3,5
Gesprächsablauf: 2,6
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 0
Gesamtnote: mangelhaft (4,6)

Flop 5

Hannoversche Volksbank
Lösen des Anlageproblems: 4,8
Ermitteln des Kundenstatus: 1,1
Produkt- und Kosteninformation: 2,3
Gesprächsablauf: 1,3
nicht ausgehändigte Beratungsprotokolle: 0
Gesamtnote: mangelhaft (4,8)

Für die Sparer im Norden Europas bedeutet die EZB-Politik dagegen sinkende Zinsen. Auch die Angst vor Geldentwertung wächst angesichts der EZB-Milliarden. Und das spüren auch die Sparkassen. Schon seit seit Jahren verzeichnen sie einen Lauf auf sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten für Wertgegenstände in den Sparkassen. „Es gibt fast keine Schließfächer mehr“, sagte der DSGV-Sprecher. Was von den Kunden dort deponiert werde, sei jedoch nicht bekannt.

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