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07.02.2012

09:55 Uhr

Neue Auflagen

Santander stellt weitere Milliarden zurück

Die spanische Regierung hat die Geldinstitute aufgefordert, ihre Rückstellungen für Problemwerte zu erhöhen - auf bis zu 80 Prozent. Damit werden für Santander weitere Milliarden fällig. 1,8 Milliarden Euro waren es 2011

Ein Passant in der nähe des Eingangs der spanischen Santander. dapd

Ein Passant in der nähe des Eingangs der spanischen Santander.

MadridDie spanische Großbank Santander muss für strengere Auflagen der Regierung deutlich mehr Kapital zurücklegen. Die größte Bank der Euro-Zone stellt noch einmal 2,3 Milliarden Euro zurück, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Insgesamt beliefen sich die Rücklagen damit auf 6,1 Milliarden Euro.

Um sich für Zwangsversteigerungen und Problemkredite auf dem Immobilienmarkt zu wappnen, hatte die Mitte-Rechts-Regierung die spanischen Geldinstitute aufgefordert, ihre Rückstellungen für problematische Vermögenswerte auf bis zu 80 Prozent zu erhöhen.

Bei Santander wurden 1,8 Milliarden Euro bereits im vergangenen Jahr fällig, um einen Wertverlust von Immobilien zu 50 Prozent abzudecken statt zuvor 31 Prozent. Ein Puffer von zwei Milliarden Euro wurde bereits früher angelegt. Rund 900 Millionen Euro für die zusätzlichen Rückstellungen sollen über den Verkauf der Banco Santander Colombia reinkommen. Auch die Caixabank kam der Aufforderung nach und legte 2,4 Milliarden Euro zurück.

Spanische Banken haben nach dem Platzen der Immobilienblase unverkäufliche Grundstücke oder Häuser im Wert von Milliarden in den Büchern. Als die Immobilienblase platzte, gerieten auch die Geldhäuser in Schwierigkeiten. Zugleich fehlt in dem hochverschuldeten Euro-Land derzeit jede Perspektive für eine wirtschaftliche Erholung.

Von

rtr

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