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15.07.2015

11:29 Uhr

Neue Filiale in Schanghai

UBS hat es auf superreiche Chinesen abgesehen

Die Zahl der superreichen Chinesen steigt und steigt. Das will die Schweizer Großbank UBS jetzt nutzen. Trotz des jüngsten Börsencrashs will das Institut noch 2015 eine Filiale in Schanghai eröffnen.

Auch auf dem chinesischen Festland soll nun Fuß gefasst werden. dpa

Die schweizer Bank UBS

Auch auf dem chinesischen Festland soll nun Fuß gefasst werden.

SchanghaiDas schweizer Kreditinstitut UBS sieht riesiges Potenzial für sein Private Banking Geschäft in China. Ermutigend seien die Maßnahmen der Regierung, den Finanzsektor zu öffnen, sagt Kathryn Shih, Leiterin Vermögensverwaltung für die asiatisch-pazifische Region bei UBS. Der Aufbau eines starken Markennamens in China hat Priorität, da der weltgrößte Vermögensverwalter für reiche Kunden sein Profil schärfen will.

„Wir brauchen als erstes ein Standbein dort”, sagte Shih der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Es geht darum, unsere Präsenz zu etablieren, unsere Marke in China zu etablieren.” Privatbanken strömen nach Asien, wo China mit dem weltweit zweitgrößten Volumen an privatem Vermögen nach den USA äußerst attraktiv ist.

Die größten Verwalter privater Vermögen

Der Markt für Vermögensverwalter

Der Markt für Verwalter privater Vermögen hat ein Volumen von 20,6 Billionen Dollar.
Die zehn größten Vermögensverwalter beherrschen davon 47 Prozent. Allein die UBS kommt auf einen Marktanteil von 9,9 Prozent.

In diesem Ranking nicht berücksichtigt: Vermögensverwalter, die sich nicht auf vermögende Privatkunden fokussieren, wie Blackrock.

Quelle: Scorpio Partnership

Die dynamischsten Vermögensverwalter

Das schnellste Wachstum unter den Vermögensverwaltern legte die BMO Financial Group aus Kanada hin. Durch Übernahmen wuchs das verwaltete Vermögen um 80 Prozent auf 326,4 Milliarden Dollar.

Unter den Top 10 Vermögensverwaltern wuchs JPMorgan Chase & Co. am schnellsten. Die Amerikanier steigerten das verwaltete Vermögen um 19 Prozent auf 428 Milliarden Euro.

Platz 10

Goldman Sachs, USA
Verwaltetes Vermögen: 363 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 10 Prozent

Platz 9

HSBC, Großbritannien
Verwaltetes Vermögen: 365 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 4,5 Prozent

Platz 8

BNP Paribas, Frankreich
Verwaltetes Vermögen: 371 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 6,2 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 6,3 Prozent

Platz 7

J.P.Morgan Chase & Co., USA
Verwaltetes Vermögen: 428 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 18,6 Prozent

Platz 6

Citi Bank, USA
Verwaltetes Vermögen: 551 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr: Keine Angaben, da die Bank ihre Berechnungsgrundlagen geändert hat.

Platz 5

Royal Bank of Canada, Kanada
Verwaltetes Vermögen: 704 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 4,6 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 13,8 Prozent

Platz 4

Credit Suisse, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 884 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 0,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 10,6 Prozent

Platz 3

Bank of America Merill Lynch
Verwaltetes Vermögen: 1,98 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,3 Prozent

Platz 2

Morgan Stanley, USA
Verwaltetes Vermögen: 2,03 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,1 Prozent

Platz 1

UBS, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 2,04 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 3,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 15 Prozent

Quelle: Scorpio Partnership

Die Zahl der Chinesen mit einem Barvermögen oder anderen investierbaren Aktiva von mehr als 1,6 Millionen Dollar ist 2014 auf mehr als eine Million angeschwollen und hat sich damit gegenüber 2010 verdoppelt, berichtete Bain & Co. im Mai in einer Studie. Die meisten reichen Chinesen nutzen heimische Institute, teilweise weil ausländische Banken lange vom Markt ausgeschlossen waren.

Zu den neuen Reichen in China zählen Unternehmer, deren Schicksal direkt an Aktien gekoppelt ist und die Beratung wollen, wie sie ihre Positionen diversifizieren und bewahren können. Laut dem Bloomberg Billionaires Index hat China in der ersten sechs Monaten 2015 etwa zwei Milliardäre pro Woche hervorgebracht. Der Shanghai Composite Index ist vor dem Platzen der Blase Mitte Juni um 60 Prozent geklettert.

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