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28.03.2011

12:16 Uhr

Neue Filialen

Targobank geht in die Offensive

Die aus der Citibank hervorgegangene Targobank plant die Eröffnung von bis zu zehn neuen Filialen in Ballungszentren. Vorstandschef Franz Josef Nick zufolge sind auch Zukäufe nicht ausgeschlossen.

Die Targobank will weiter wachsen. Quelle: obs

Die Targobank will weiter wachsen.

DüsseldorfDie Targobank will knapp zwei Jahre nach dem Eigentümerwechsel in die Offensive gehen. Das aus der Citibank Deutschland hervorgegangene Institut plant für das laufende Jahr die Eröffnung von bis zu zehn neuen Filialen in Ballungszentren. Außerdem würden 140 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, vorwiegend in der Vermögensverwaltung, sagte Vorstandschef Franz Josef Nick am Montag in Düsseldorf bei der Bilanzvorlage. Zukäufe schloss er nicht aus.

Zur Readybank, die ebenfalls Konsumenten-Kredite im Fokus hat und die auf der Verkaufsliste der WestLB steht, gab er keinen Kommentar.

Im Geschäftsjahr 2010 steigerte die Targobank zwar ihren Gewinn um fast ein Fünftel auf 251 Millionen Euro. Dabei profitierte die Bank aber vom Konjunkturaufschwung sowie dem Rückgang von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Wenn die Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf dem Vorjahresniveau geblieben wäre, hätte die Bank unter dem Strich weniger verdient. Nick betonte, das Geschäftsjahr 2010 sei von der Integration in den französischen Bankkonzern Crédit Mutuel geprägt gewesen. "2010 war für uns ein Jahr des Umbruchs", sagte er. In diesem Jahr solle die Trendwende auf der Ertragsseite gelingen.

Die Bilanzsumme der 6.500 Mitarbeiter und 318 Filialen zählenden Targobank ging 2010 um gut zwölf Prozent auf knapp elf Milliarden Euro zurück. Zum Thema Lehman-Pleite wollte sich der Bankchef nicht näher äußern. "Wir haben den gesamten Beratungsprozess neu ausgerichtet", betonte er. Das Institut verwies auf frühere Angaben, wonach im Rahmen einer Kulanz-Regelung insgesamt 22 Millionen Euro an rund 4.000 Anleger geflossen seien. Dieses Verfahren sei Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Die Regeln dafür wurden gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW entwickelt. Die ehemalige Citibank Deutschland war monatelang Ziel von Protesten verärgerter Anleger.

Von

dpa

Kommentare (10)

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manni

31.03.2011, 21:33 Uhr

Na,dann hat die Targobank 2010 ja 100.000
(i.W. einhunderttausend) Kunden verloren! Ob die vielen Proteste und Mahnwachen der betrogenen "AD"-Kunden dabei mitgeholfen haben? Ich glaube ja!

ginimi

15.04.2011, 21:41 Uhr

Die Kulanz-Regelung kann ja nicht die beste gewesen sein, sonst würden nicht vor so vielen Filialen nach Mahnwachen von Geschädigten abgehalten werden. Die Targobank war nicht monatelang, sondern wird noch jahrelang Ziel von verärgerten Anlegern sein.

Versuch_macht_klug

15.04.2011, 22:41 Uhr

Ich hoffe inständig, dass die ach so kundenfreundliche Targo bald vor dem BGH einen ordentlichen Schuss vor den Bug erhält, damit die großkotzigen Kommentare des Herrn Nick ("Wir müssen endlich wieder zum Tagesgeschäft übergehen.") und die Vogel-Strauß-Politik den Lehman-Geschädigten gegenüber aufhören.
Seit Jahrzehnten bekommt diese Bank eine negative Kritik wegen Krediten und jetzt auch wegen Falschberatung. Immer wenn's brenzlig wird, ändert man den Namen...

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