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23.01.2009

07:07 Uhr

Neue Gesellschaft vor der Gründung

WestLB spaltet sich auf

VonPeter Köhler

ExklusivFür die Neuausrichtung und Fusion der WestLB liegt jetzt ein konkreter Fahrplan vor. In der alten WestLB verbleiben nur die attraktiven Geschäftsbereiche Kapitalmarkt, Mittelstandsfinanzierung und das Firmenkundengeschäft. Außerdem hoffen die Düsseldorfer auf Schützenhilfe.

WestLB: Die Eigentümer haben sich auf eine Aufspaltung des Instituts verständigt. Foto: dpa dpa

WestLB: Die Eigentümer haben sich auf eine Aufspaltung des Instituts verständigt. Foto: dpa

Wie das Handelsblatt aus dem Eigentümerkreis erfuhr, soll das Institut über die Gründung einer neuen Gesellschaft aufgespalten werden. In diese zweite Bank mit dem Arbeitstitel "Konsolidierungsbank" kommen alle Vermögensteile, die zukünftig nicht mehr zum Kerngeschäft der Düsseldorfer zählen. Ein Sprecher der WestLB bestätigte entsprechende Überlegungen. Nach Informationen des Handelsblatts handelt es sich dabei um risikoreiche Wertpapierbestände und verschiedene Aktiva im Volumen von gut 80 Mrd. Euro.

In der alten WestLB verbleiben nur die attraktiven Geschäftsbereiche Kapitalmarkt, Mittelstandsfinanzierung und das Firmenkundengeschäft. Als "Fusionsbank" soll sie dann Kurs nehmen auf eine Zusammenlegung mit der Dekabank und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Damit könne WestLB-Chef Heinz Hilgert mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, hieß es weiter. Die Vorgabe der EU-Kommission lautet nämlich, dass die Bank mit ihrer Bilanzsumme von immer noch 270 Mrd. Euro deutlich abspecken muss und einen neuen Mehrheitseigentümer braucht. Außerdem haben sich alle regionalen Sparkassenverbände als gewichtige Eigentümer der Landesbanken darauf verständigt, dass es künftig nur noch drei statt wie bisher sieben selbstständige Landesbanken geben soll. Die Zeit drängt, weil die Brüsseler Wettbewerbshüter bis Ende März belastbare Planungen erwarten. Sie hatten frühere milliardenschwere Garantien der WestLB-Eigentümer zur Risikoabschirmung einer Zweckgesellschaft als Beihilfe genehmigt, dafür aber harte Auflagen gemacht.

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