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08.07.2013

13:16 Uhr

Neue Köpfe

Credit Suisse holt ehemaligen Bankenaufseher

Ein Bankenaufseher für den Bereich Steuerpolitik – die Credit Suisse hat den Kampf gegen das Schwarzgeld offenbar angenommen. Die Berufung eines ehemaligen Chefjuristen ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Schweizer Großbank Credit Suisse: Derzeit läuft noch ein Dutzend Verfahren gegen Schweizer Banken wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Reuters

Die Schweizer Großbank Credit Suisse: Derzeit läuft noch ein Dutzend Verfahren gegen Schweizer Banken wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

ZürichDie Schweizer Großbank Credit Suisse signalisiert mit der Berufung eines ehemaligen Bankenaufsehers, dass sie es ernst meint mit dem Abschied vom Schwarzgeld. Der frühere Chefjurist der Schweizer Bankenaufsicht FINMA, Urs Zulauf, übernimmt im nächsten Jahr die Verantwortung für den Bereich Steuerpolitik gegenüber Kunden, wie die Bank am Montag mitteilte. „Die Credit Suisse hat ihre globale Geschäftspolitik im Private Banking klar auf versteuerte Kundenvermögen ausgerichtet“, erklärte die zweitgrößte Schweizer Bank weiter.

Der 56 Jahre alte Zulauf war bis Januar Mitglied der FINMA-Geschäftsleitung und warnte wie andere führende Vertreter der Behörde bereits 2010 vor Risiken im Vermögensverwaltungsgeschäft mit ausländischen Kunden. Schweizer Banken könnten sich auch dann im Ausland strafbar machen, wenn sie ihre Beratungstätigkeit nur in der Schweiz ausüben, die Kunden in ihrem Heimatland aber Steuern hinterziehen, sagte Zulauf im Herbst 2010 in Genf.

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Derzeit laufen in den USA Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung gegen rund ein Dutzend Schweizer Banken. Die Untersuchungen, die weiter zurückreichen als 2010, richten sich auch gegen Credit Suisse. Weitere schätzungsweise 80 Banken dürften ins Visier der Amerikaner geraten. Darunter sind vor allem kleinere Geldhäuser, die keine Filialen in den USA hatten und sich deswegen vor des US-Behörden sicher wähnten.

Zulauf wird dem Chefjuristen Romeo Cerutti und dem Co-Chef des Vermögensverwaltungsgeschäfts Ulrich Meister unterstellt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Frankie

08.07.2013, 14:20 Uhr

Hochproblematische Vetternwirtschaft?
Nach nur 6 Monaten von der Bankenaufsicht zu einer der, was compliance angeht, schlimmsten Banken zu wechseln, ist sehr fragwürdig...für beide Seiten. Cooling off sollte mind. 2 Jahre betragen. Der Umgang der CS mit Lehman Geschädigten ist vielen noch sehr bewusst.

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