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06.01.2011

10:05 Uhr

Neue Rangliste

Die größten Versicherer der Welt

VonThomas Schmitt

Laut einer Rangliste der Ratingagentur A.M. Best rangiert die französische Axa gemessen an den Prämieneinnahmen vor der Allianz. Anders sieht es für den Münchner Branchenriesen an der Börse aus. Grund: In Sachen Gewinn und Börsenwert schlägt der Konzern alle anderen um Längen.

Allianz Logo: Nach Börsenwert liegt der Münchner Konzern vorn. Quelle: Reuters

Allianz Logo: Nach Börsenwert liegt der Münchner Konzern vorn.

FRANKFURT. Größe ist in der Assekuranz nicht gleichbedeutend mit Stärke. Dies zeigt eine Rangliste der weltgrößten Versicherer, die die Ratingagentur A.M. Best vorgelegt hat. Darin rangiert die französische Axa - gemessen an den Nettoprämien - als Branchenprimus. An zweiter Stelle folgt die italienische Generali und dann erst die Allianz. An der Börse liegen dagegen die Münchner vorn.

Der Grund: Anleger kümmern sich um die absolute Höhe von Prämieneinnahmen und Bilanzsummen wenig. Sie schauen auf Entwicklungen und die Ertragskraft der Unternehmen. Mit acht Milliarden Euro operativem Gewinn liegt die Allianz da vorn.

40 Milliarden Euro bringt Deutschlands größter Versicherer an Börsenwert auf die Waage. Die europäischen Konkurrenten Axa und Generali folgen mit einem gewaltigen Abstand von zehn beziehungsweise fast 20 Milliarden Euro.

Die Gründe: Axa ist von Struktur und Anspruch zwar am ehesten mit der Allianz vergleichbar, leidet jedoch noch unter den Folgen der Finanzkrise. Insbesondere im Geschäft mit flexiblen Rentenversicherungen haben sich die Franzosen verzockt. Die italienische Generali hingegen ist anders aufgestellt. Der Schwerpunkt des Konzerns liegt auf Lebensversicherungen, die jedoch nicht so große Gewinnmargen bieten wie das Sachversicherungsgeschäft, in dem die Allianz stark ist.

Vergleichbar groß sind im weltweiten Maßstab nur noch zwei Unternehmen: AIG aus den USA und die Japan Post Insurance. Gemessen an der Bilanzsumme liegen die Japaner weltweit sogar an der Spitze. Doch das Unternehmen scheut die Börse und die damit verbundene Publizität. AIG, einst der weltgrößte Versicherer, hängt nach wie vor am Tropf des US-Staats. Der Konzern muss Vermögenswerte verkaufen, um seine Schulden abzutragen. Bilanzsumme und Prämieneinnahmen dürften daher künftig eher sinken.

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