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11.01.2011

17:15 Uhr

Neue Regeln für die US-Bank

Goldman Sachs lässt die Hosen runter

Black Box Goldman Sachs: Selbst Experten taten sich bislang schwer, im Detail nachzuvollziehen, wie die US-Bank ihre Einnahmen erzielt. Nach jahrelangem Druck hat das mächtige Geldhaus nun zugesichert, künftig mehr Details über die Herkunft der Einnahmen im Handelsgeschäft zu liefern. Damit will Goldman von seinem schlechten Image loskommen.

Goldman-Händler an der New Yorker Börse. Reuters

Goldman-Händler an der New Yorker Börse.

HB NEW YORK. Nach jahrelangem Druck von der Wall Street verspricht die US-Großbank Goldman Sachs mehr Einblick in ihr Geschäftsgebaren. Das mächtige Finanzhaus will Investoren und Aufsichtsbehörden künftig detaillierter offenlegen, wie es sein Geld verdient.

Entsprechende Pläne enthält ein 63-seitiger Bericht, den das Management am Dienstag vorlegte. Es reagiert damit auf Beschwerden von Aktionären und Kunden, die transparente Geschäftsberichte und bessere Informationen über Interessenkonflikte fordern.

Das Regelwerk gilt firmenweit, wie Bankchef Lloyd Blankfein in New York erläuterte. Mit den neuen Standards will Goldman Sachs sein angekratztes Image aufpolieren. Im Sommer vergangenen Jahres hatte die Bank eine Rekordstrafe von 550 Millionen Dollar für ein schiefgegangenes Finanzgeschäft zahlen müssen. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte Goldman Betrug der Anleger vorgeworfen.

Insbesondere sagt Goldman zu, mehr Details über die Herkunft seiner Einnahmen im Handelsgeschäft zu liefern. Dabei geht es um die Frage, ob die Banker das Geld durch die Abwicklung von Kundenaufträgen oder Geschäfte auf eigene Rechnung erwirtschaften. Ferner kündigte die Bank die Schaffung eines neuen Komitees an, das einen fairen Umgang mit Kunden sicherstellen soll.

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