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24.05.2013

00:37 Uhr

Neue Regeln

Goldman Sachs will Kunden fair beraten

2010 hat die US-Börsenaufsicht die Großbank Goldman Sachs verklagt: Sie soll Kunden bei Derivat-Geschäften absichtlich falsch beraten haben. Bei der Hauptversammlung stellte Goldman-Chef Blankfein nun neue Regeln vor.

Die US-Großbank Goldman Sachs will mit neuen Regeln ihr Ansehen aufpolieren. dpa

Die US-Großbank Goldman Sachs will mit neuen Regeln ihr Ansehen aufpolieren.

Salt Lake CityDie wegen einer Reihe von Skandalen in die Kritik geratene US-Großbank Goldman Sachs will mit einem neuen Regelwerk für Mitarbeiter künftig Interessenskonflikte bei der Betreuung von Kunden vermeiden. Goldman-Chef Lloyd Blankfein stellte am Donnerstag auf der Jahreshauptversammlung in Salt Lake City die Ergebnisse einer dreijährigen internen Untersuchung vor und kündigte erste Konsequenzen an.

Ziel der neuen Regeln sei es, dass Goldman-Banker ihre Kunden immer bestmöglich berieten und fair behandelten. So soll es beispielweise nicht mehr zu Situationen kommen, bei denen die Großbank zwei gegnerische Parteien bei ein und demselben Geschäft betreut.

Goldman Sachs veröffentlichte im Internet zudem ein Video, in dem Blankfein eine Gruppe von Mitarbeitern zu einem größeren Verantwortungsbewusstsein ermuntert und mehr Wachsamkeit bei fragwürdigen Deals verlangt. "Jeder muss die Ohren aufstellen und die Augen offenhalten, jeder muss wissen, was um ihn herum passiert, und ein Polizist für die Organisation sein", fordert der Spitzenbanker seine Untergebenen in dem Film auf.

Vor den Aktionären räumte Blankfein zugleich ein, dass der gewünschte Kulturwandel und die Wiederherstellung des Ansehens der Großbank ihre Zeit bräuchten. Das neue Regelwerk sei dabei nur der erste Schritt bei den Bemühungen, "die richtigen Lehren aus den jüngsten Erfahrungen" zu ziehen.

Im Zuge der Finanzkrise war Goldman Sachs unter anderem wegen dubioser Derivate-Geschäfte in die Kritik geraten. Der Vorwurf lautete, die Bank habe ihre Kunden absichtlich falsch beraten. Die US-Börsenaufsicht verklagte Goldman Sachs daraufhin im Jahr 2010.

Das Verfahren wurde später aber gegen eine Zahlung von 550 Millionen Dollar eingestellt. Blankfein räumte lediglich ein, die Bank habe einen Fehler gemacht. Im Kongress musste er sich dennoch unbequemen Fragen stellen.

Auch die Deutsche Bank steht unter Druck, ihre bisherigen Geschäftspraktiken zu hinterfragen und sich für ein neues Unternehmensklima einzusetzen. So versprach Deutsche-Bank -Aufsichtsratschef Paul Achleitner auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Frankfurt, den versprochenen Kulturwandel mit einem eigenen Gremium voranzubringen. Der Aufsichtsrat werde einen Ausschuss für Unternehmensintegrität schaffen. Die Aktionäre zeigten sich jedoch skeptisch.

Von

rtr

Kommentare (6)

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KNF

24.05.2013, 08:08 Uhr

Traurig allein die Tatsache, dass eine "Bank" wie diese noch frequentiert wird, aber ist ja omnipräsent so n Zustand, da braucht man nicht über den großen Teich zu blicken...

awesome101

24.05.2013, 08:12 Uhr

Das ist ja mehr als traurig, dass sich ein Dienstleister im Jahre 2013 vorgenommen hat, seine Kunde fair zu beraten.

Banksterbasher

24.05.2013, 10:57 Uhr

Blankfein, das ist als würde der grösste Mafiaboss versprechen künftig nur ehrliche Geschäftet zu tätigen!

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