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01.08.2011

14:18 Uhr

Neue Studie

Aufschwung zieht wieder Finanzinvestoren an

Finanzinvestoren machen in Deutschland nicht wieder nur mehr Geschäfte, sondern auch höhere. Nur Milliarden-Deals blieben in der ersten Jahreshälfte aus – und könnten es auch in Zukunft.

Das Hauptquartier der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Quelle: Reuters

Das Hauptquartier der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

FrankfurtFinanzinvestoren machen in Deutschland im Aufschwung wieder mehr Geschäfte. Im ersten Halbjahr 2011 stiegen Zahl und Volumen der Unternehmenskäufe deutlich, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. „Auf dem deutschen Private Equity-Markt geht es wieder aufwärts, die Talsohle scheint durchschritten“, sagte Bereichsleiter Joachim Spill von Ernst & Young laut Mitteilung.

Der Wert der Transaktionen stieg gegenüber dem zweiten Halbjahr 2010 um 60 Prozent auf vier Milliarden Euro. Die Zahl der Deals erhöhte sich von 46 auf 52 Käufe. Zugleich nutzen die Investoren das bessere Umfeld und trennten sich von 43 Unternehmensbeteiligungen. Sie erlösten dabei 8,8 Milliarden Euro. Im zweiten Halbjahr 2010 hatte der Erlös nur 2,1 Milliarden Euro betragen.

Mega-Deals im Wert von über 1 Milliarde Euro gab es allerdings in den ersten sechs Monaten nicht. Größte Transaktion war der Verkauf des Carbon Black-Geschäft von Evonik an den Finanzinvestor Rhône Capital mit einem Volumen von mehr als 900 Millionen Euro.

Laut Ernst & Young werden Milliarden-Deals auch mittelfristig die Ausnahme bleiben. Es mangele derzeit an attraktiven größeren Kaufobjekten. Zudem verunsicherten die Schuldenkrisen im Euroraum und den USA die Investoren. Die größten Chancen witterten Beteiligungsunternehmen derzeit in Schwellenländern.

Von

dpa

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