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04.02.2005

07:59 Uhr

Neue Ungereimtheiten bei privaten Immobilienkäufen durch Vorstandschef Alexander Stuhlmann

HSH-Vorstand gerät weiter unter Druck

VonGregory Lipinski

Beim privaten Kauf von Immobilien durch den Vorstandsvorsitzenden der HSH Nordbank, Alexander Stuhlmann, und seinen Vorstandskollegen Peter Rieck sind weitere Ungereimtheiten aufgetaucht.

HAMBURG. Danach hat der Hamburger Immobilienkonzern Agiv den beiden Vorständen am 1. April 2004 ein Wohn- und Geschäftshaus für 1,67 Mill. Euro verkauft, obwohl dem Unternehmen ein um 30 000 Euro höheres Angebot vorgelegen hat. Dies bestätigt ein Sprecher der Agiv dem Handelsblatt.

Eine Sprecherin der HSH Nordbank erklärt hierzu auf Anfrage: „Es war bekannt, dass es für das Objekt in Hamburg Wandsbek ein zweites Angebot gab. Die Herren Stuhlmann und Rieck waren gefragt worden, ob sie ihr Angebot erhöhen würden, weil ein höheres Alternativangebot vorläge. Sie haben erklärt, dass sie an ihrem Angebot festhalten würden. Anschließend haben sie den Zuschlag erhalten“. Agiv ergänzte hierzu, dass sie das Grundstück an die beiden Vorstände abgegeben haben, weil „hier eine schnellere und sichere Abwicklung der Transaktion zu erwarten war“.

Die HSH Nordbank war einer der größten Finanzierer der Agiv-Gruppe sowie deren Tochter Deutsche Real Estate AG, an der die Landesbank fünf Prozent besitzt. Zudem saß Rieck beim Kauf der Immobilie im Aufsichtsrat Deutsche Real Estate. Erst Ende 2004 trat der HSH-Nordbank-Vorstand von diesem Amt zurück. Rieck war außerdem bis Ende 2003 im Aufsichtsrat der Holding. Die Agiv-Holding steckte im April 2004 in schweren finanziellen Schwierigkeiten und meldete zum Jahresende Insolvenz an.

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