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02.07.2011

14:21 Uhr

Neuer UBS-Präsident

Weber kündigt Generationenwechsel an

Der frühere Bundesbankchef Axel Weber will die UBS als zukünftiger Präsident des Schweizer Instituts einer Verjüngungskur unterziehen. Zum Thema Bankenregulierung schlägt er andere Töne an als sein Vorgänger.

Der designierte UBS-Präsident Axel Weber strebt einen Generationenwechsel an. Quelle: Reuters

Der designierte UBS-Präsident Axel Weber strebt einen Generationenwechsel an.

Frankfurt„Sicher ist, dass die Bank in den nächsten Jahren den Generationenwechsel vollziehen muss“, sagte der 54-Jährige der „Neuen Zürcher Zeitung“ am Samstag. Weber soll bei der nächsten ordentlichen Generalversammlung im Mai 2012 in den Verwaltungsrat gewählt werden, wie die UBS am Freitag mitteilte. Nach seinem ersten Amtsjahr soll er 2013 den dann 72-jährigen Verwaltungsratschef Kaspar Villiger ablösen. Diese Nachricht hatte für große Überraschung gesorgt, denn Weber war lange als Nachfolger von Josef Ackermann an der Spitze der Deutsche Bank im Gespräch. Zudem ist Weber der erste Nicht-Schweizer an der Spitze der UBS. Group CEO ist aber mit dem 1943 geborenen Oswald Grübel ebenfalls ein Deutscher.

Nach Einschätzung von Weber hat die UBS nach einer turbulenten Zeit in der Finanzkrise den Turnaround geschafft. „Jetzt geht es darum, die strategischen Perspektiven für die Zukunft weiterzuentwickeln“, sagte er. Die neuen Regulierungsvorschriften für die Schweizer Banken sieht er nicht negativ. „Regulatorisch wurden hier in der Schweiz vernünftige und tragbare Kompromisse gefunden“. Eine starke Kapitalbasis sei das Fundament für solide aufgestellte Banken.

Bisher hatten sich UBS-Konzernchef Grübel und auch Präsident Villiger immer kritisch und ablehnend zu den Banken-Regulierungsplänen in der Schweiz geäußert, die vor allem von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vorangetrieben wurden. Die Schweizer Pläne gehen deutlich über das hinaus, was im Rahmen des internationalen Basel-III-Regelwerks geplant ist.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Ulrich111

02.07.2011, 15:13 Uhr

Ist es nicht schade? Axel Weber steht für deutsche
wirtschaftliche Interessen, der Frau Merkel sei Dank! nicht mehr zur Verfügung. Eine Schande, dass ein Wirtschaftswissenschaftler solcher Profession für Deutschland nicht mehr zur Verfügung steht1!

Tory

02.07.2011, 19:00 Uhr

Nichts für ungut, Herr Weber, aber selbstverständlich haben die kräftige Regulation und die massiv erhöhten Eigenkapitalanforderungen mit Abnahme des Leverage, gerade der Schweizer Banken einen negativen Einfluss auf die Gewinnmarge. In der Zukunft sind übertriebene Anforderungen rückgängig zu machen. Alles andere ist unvernünftig und bremst das Wachstum auch in der Realwirtschaft.

Herr Weber ist sicher ein ausgewiesener Theoretiker vom operativen Business einer Geschäfts- und Investmentbank hat er, wie sollte er auch bei dem Lebenslauf, keine Ahnung. Beim IWF oder der ECB wäre er sicher sehr gut plaziert gewesen - nun das hat Frau Merkel vergeigt.

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