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18.12.2016

10:06 Uhr

Neues Bundesbank-Museum

Wo es Goldbarren zum Anfassen gibt

Vondpa

Inflation, Geldpolitik, Wechselkurse – all das will die Bundesbank in ihrem neugestalteten Geldmuseum erklären. Besucher staunen hier über Scheine aus der Ganzen Welt und können lernen, wie sich Gold anfühlt.

Ein 12.5 Kilogramm schwerer Goldbarren im Museum der Bundesbank. Reuters

Gold zum Anfassen:

Ein 12.5 Kilogramm schwerer Goldbarren im Museum der Bundesbank.

Frankfurt/Main„Boah, ist das alles echt?“ – die Fotos vom Goldschatz der Bundesbank beeindrucken die Viertklässler mächtig. Und es kommt noch besser im neugestalteten Geldmuseum der Bundesbank in Frankfurt: Ein Goldbarren zum Anfassen. Kleiner als eine Milchtüte, aber mit rund 12,5 Kilogramm so schwer, dass man ihn in der engen Vitrine nur mit Mühe um Millimeter in die Höhe bekommt.

Ayman (10) aus Frankfurt hat eine klare Vorstellung, was er sich für die 440.000 Euro kaufen würde, die der Barren aktuell etwa wert ist: „Erstmal eine Villa, dann einen Pool, dann nehme ich noch vier Mäuse, drei Hunde, fünf Katzen und einen ganzen Garten für Tiere.“

Über Mäuse im übertragenen Sinne können Kinder und Erwachsene auf der von 600 auf 1000 Quadratmeter erweiterten Ausstellungsfläche auf dem Gelände der Bundesbank-Zentrale im Frankfurter Nordwesten einiges lernen: Geld von A bis Z, nach dem Motto: „Money makes the world go round.“

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Was ist Geld eigentlich? Womit wurde früher bezahlt? Wie sehen die Scheine in fernen Ländern aus? Wie funktioniert eine Bank? Und was macht eigentlich eine Notenbank wie die Europäische Zentralbank (EZB)? Die Ausstellungsmacher bemühen sich, auch abstrakte Themen begreifbar zu machen. Warum muss ich im Supermarkt für die gleiche Menge Äpfel einmal 1,99 Euro und dann 2,40 Euro bezahlen? Nur, weil die einen „bio und die anderen gespritzt“ sind, wie Leila (10) meint? Oder vielleicht doch, weil Inflation beim Einkaufen eine größere Rolle spielt, als sich Verbraucher bewusst machen? „Wenn ich hier sehe, dass 100 Euro in fünf Jahren nur noch einen Wert von 80 Euro haben, ist das natürlich schon beängstigend“, sagt Gerlinde Adam (75).

„Inflation als Thema bleibt abstrakt, aber wenn man einen Supermarkt darstellt, wird klar: Es geht um die Preise in meinem täglichen Leben“, erklärt der für das Geldmuseum zuständige Abteilungsleiter Tobias Pohl die Idee hinter der neuen Ausstellung mit 360-Grad-Kino, Quiz-Stationen, Videoeinspielern und großen Monitoren, die die Besucher selbst steuern können.

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